EDV Abrechnung

Abrechnung

EDV-Abrechnung und Blankoformularbedruckung

Erstellung der EDV-Abrechnung (Arztpraxen und Krankenhäuser)

Erstellung der EDV-Abrechnung

Voraussetzung einer elektronisch erstellten Quartalsabrechnung ist, dass das eingesetzte Arztinformationssystem (AIS) von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf Basis der jeweils gültigen Abrechnungsdatensatzbeschreibung zertifiziert worden ist.

Alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer, die unter einer Betriebsstättennummer abrechnen, erstellen mit einem AIS eine gesamthafte Quartalsabrechnung

Die EDV-Abrechnung unterliegt im übrigen den Bestimmungen der Abrechnungsrichtlinien der KVWL. Darüber hinaus bitten wir Sie, folgende Modalitäten zu beachten:

  • Eine Kopie der uns übersandten Datei bewahren Sie in Ihrem eigenen Interesse sechzehn Quartale in der Praxis auf.
  • Die Überweisungsscheine, Notfall-/Vertretungsscheine und im Ersatzverfahren ausgestellten Abrechnungsscheine von Versicherten mit Krankenversichertenkarte bewahren Sie vier Quartale in der Praxis auf.
  • Das KBV-Prüfmodul und das KBV-Kryptomodul werden in der aktuellen Version von Ihnen eingesetzt.
  • Die EDV-Abrechnung ist leitungsgebunden elektronisch über einen der beiden sicheren Zugänge KV-SafeNet und KV-FlexNet an die KVWL zu übermitteln.
  • Für den Fall, dass die Abrechnung nicht in der KV bearbeitet werden kann, da die Datei schwerwiegend fehlerhaft ist, muss für Sie die Möglichkeit bestehen, erneut eine EDV-Abrechnung zu erstellen.

Teilen Sie uns bitte Ihre erste EDV-Abrechnung oder einen Wechsel des AIS in der Erklärung zur Vierteljahresabrechnung mit.

Hinweis: Schließen Sie bitte einen Softwarewartungsvertrag ab, um über den erforderlichen aktuellen Programm- und Datenbestand zu verfügen.

Weitere Informationen:

Erklärung zur Vierteljahresabrechnung

Termine für die Abgabe Ihrer Quartalsabrechnung

Blankoformularbedruckung

Genehmigung
entfällt

Der Genehmigungsantrag zur Blankoformularbedruckung entfällt zum 1. Januar 2017

Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Der Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) wurde entsprechend geändert.

Der Wegfall der Genehmigungspflicht war möglich, da Ärzte ohnehin verpflichtet sind, für die Blankoformularbedruckung nur zertifizierte Software zu verwenden. Die Verpflichtung zur Nutzung zertifizierter Software besteht somit weiterhin. Kommt es bei der Erstellung der Formulare zu Fehlern, sollte die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV) oder die KBV informiert werden. Durch den Wegfall des Antrags wird für Vertragsärzte und KVen der bürokratische Aufwand reduziert.

KBV Infoblatt und die Änderungen des Bundesmantelvertrages-Ärzte (BMV-Ä) (61 KB)

Blankoformularbedruckung

Der EDV-abrechnende Arzt oder Psychotherapeut kann, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, jedes Formular im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung mit Ausnahme des Arzneiverordnungsblatts (Vordruck 16) mittels Laserdrucker alternativ auf Blankoformularpapier erzeugen, und zwar das Formular mitsamt den patientenbezogenen Eintragungen.

Die vertraglichen Vorschriften

Die Vorschriften zur Blankoformularbedruckung (BFB) finden sich im Bundesmantelvertrag (§§ 34, 42 BMV). Die Einzelheiten sind in der Anlage 2a des BMV (Vordruckvereinbarung für BFB) niedergelegt.

  • Die Softwarefirma muss jedes Formular, das im BFB-Verfahren erstellt wird, von der Prüfstelle der KBV zertifizieren lassen. Nur diese Formulare dürfen zum Einsatz gelangen.

Das BFB-Verfahren

Als Formular dient ein Blanko-Sicherheitspapier, das es in zwei Größen gibt: DIN A4 und DIN A5. Besondere Merkmale wie UV-Aufdruck auf der Rückseite und Wasserzeichen im Papier erhöhen die Sicherheit. Zusätzlich wird auf das Formular ein zweidimensionaler Barcode gedruckt, der die Daten der Krankenversichertenkarte enthält, ergänzt um weitere Angaben wie Formularcode, Arztnummer und Ausstellungsdatum, insgesamt bis maximal 165 Zeichen. Dieser Barcode wird an eine bestimmte Position des Formulars gedruckt, in der Regel in den freien Raum über dem Feld für den Arztstempel. Ein so beschriftetes Formular kann auf einfache Weise gescannt werden, indem der positionierte Barcode gelesen wird.

Das Blankoformular muss nicht unbedingt in vollständig ausgefülltem Zustand gedruckt werden, zwingend anzugeben sind (in der betreffenden Eingabemaske) nur die Daten, die auch Teil des Barcodes sind; die übrigen Daten können auch manuell ergänzt werden. Zwingend anzugeben ist insbesondere das Ausstellungsdatum, so dass die BFB nicht "auf Vorrat" erfolgen kann.

Für die Erzeugung von Formularen im Rahmen der Psychotherapie gilt ein vereinfachtes Verfahren. Die PT-Formulare werden ohne Barcode und auf normales weißes DIN-A4-Papier der Stärke 80 g/m² gedruckt.

Vor- und Nachteile

Ob sich für Sie als "Formular-Produzent" die BFB rechnet, hängt von Ihrer Praxis und deren EDV-Ausstattung ab.

Für die BFB benötigen Sie einen Laserdrucker mit drei oder vier Schächten, davon zwei für das Spezialpapier der Blankoformulare. Ein Ausfall des Laserdruckers oder ein verbrauchter Toner, der nicht kurzfristig ersetzt werden kann, weil ein Ersatz in der Praxis nicht verfügbar ist, hat unangenehme Folgen. Selbst die Alternative, die herkömmlichen Vordrucke manuell auszufüllen, besteht nicht, da diese mit Ausnahme des Arzneiverordnungsblatts in der Praxis nicht mehr bevorratet werden.

Ein Vorteil der BFB ist nämlich die Beschaffung und Bevorratung im Grundsatz nur noch dreier Formulare (Blankosicherheitspapier im DIN A4- und DIN A5-Format, Arzneiverordnungsblatt). Druckerprobleme infolge unterschiedlicher Papierstärken gehören der Vergangenheit an. Die Druckqualität steigt. Als Nachteil sind die höheren Kosten für das Verbrauchsmaterial (Toner) zu nennen, es muss auch mehr Datenvolumen gedruckt werden, da das Formular mitgedruckt wird, bei Mehrfachschreibsätzen mehrfach, entsprechend der Anzahl der Blätter des Vordrucks.

Sofern sämtliche patientenbezogenen Angaben des Formulars maschinell gedruckt werden, kann bei Formularen, denen Mehrfachschreibsätze zugrundeliegen, das für den Arzt vorgesehene Exemplar entfallen, da alle Daten bereits im EDV-System des Arztes vorhanden sind.

Was müssen Sie tun, um am BFB-Verfahren teilzunehmen?

Ihr EDV-System muss von der Prüfstelle der KBV für die BFB zertifiziert sein.

Das Blanko-Sicherheitspapier erhalten Sie in den Formularausgabestellen der KVWL.

Die entsprechenden Vordruck-Muster zur Blankoformularbedruckung finden Sie auf unseren Seiten unter: Rechtsquellen / Verträge- Bundesmantelvertrag-Ärzte

Ansprechpartner

Service-Center

0231 94 32 10 00
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