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Zi-Befragung zum Investitionsverhalten

Zi startet im Juni zwei Befragungen: zum Investitionsverhalten von Vertragsärzten sowie zur Wirtschaftslage und Rahmenbedingungen von MVZ

das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) startet in Kürze zwei neue Befragungen. Dabei geht es um das Investitionsverhalten von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten sowie um die Wirtschaftslage und wichtige Rahmenbedingungen der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Die Erhebungen werden im Zeitraum von Anfang Juni bis Mitte Juli durchgeführt. Wir möchten Ihnen hiermit kurz darstellen, worum es bei den Befragungen geht und weshalb eine hohe Teilnahmerate nötig ist.

1. Befragung zum Investitionsverhalten von Vertragsärzten und -psychotherapeuten

Das vom Zi jährlich durchgeführte Zi-Praxis-Panel (ZiPP) zeigt regelmäßig stagnierende bis rückläufige Investitionen in Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten, was sich perspektiv negativ auf die Versorgungsqualität auswirken könnte. Hinzu kommt, dass für den Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung bislang noch nicht untersucht wurde, wodurch die Investitionstätigkeit beeinflusst wird. Für andere Wirtschaftszweige liegen hierzu Untersuchungsergebnisse vor. Deshalb führt das Zi nunmehr in Kooperation mit der Universität Bayreuth eine Befragung bei den rund 6.500 Teilnehmern des ZiPP durch. Ziel ist, das Investitionsverhalten niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten zu analysieren. Die Höhe der Investitionen ist bereits im ZiPP erfasst worden. Jetzt geht es um die Gründe, warum jemand investiert oder auch nicht. Dazu wurden unter anderem Fragen zu Hemmnissen der Investitionstätigkeit oder zum Nutzen von Fördermöglichkeiten formuliert. Darüber hinaus interessiert das Zi, welche Faktoren bei der Entscheidung beispielsweise für den Kauf eines neuen Gerätes eine Rolle gespielt haben und welche Ratgeber maßgeblich waren. Aus den Ergebnissen sollen Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für zielgerichtete Förderprogramme abgleitet werden. Die Befragung, welche die Jahre 2015 und 2016 umfasst, dauert bis zum 30. Juni 2017. Es ist vorgesehen, dass jeder Teilnehmer der Befragung noch im Sommer ein zusammenfassendes Feedback erhält. Die Befragung erfolgt online. Alle Fragen können spontan ohne Hinzuziehen von Unterlagen beantwortet werden. Für die Beantwortung der 25 Fragen werden lediglich etwa 15 Minuten benötigt. Alle ZiPP-Teilnehmer erhalten dazu ab 1. Juni per Post einen persönlichen Registrierungsschlüssel. Mit diesem Schlüssel gelangen sie auf der Internetseite des Zi zu dem Online-Fragenbogen.

Teilnahme für Ärzte und Psychotherapeuten ist bis 30. Juni möglich

Die Befragung erfolgt online und dauert bis zum 30. Juni. Noch in diesem Sommer soll jeder Teilnehmer ein zusammenfassendes Feedback aus den Befragungsergebnissen erhalten, wie das Zi mitteilt.

Weitere Informationen sowie Link zum Fragebogen für Ärzte und Psychotherapeuten:

https://www.zi-pp.de/ivv.php

 

2. Erhebung zu Wirtschaftslage und Rahmenbedingungen in MVZ

Um die wirtschaftliche Lage und die Rahmenbedingungen der knapp 2.500 in Deutschland bestehenden MVZ geht es in der zweiten Befragung. Befragt werden sowohl MVZ in der Trägerschaft von Kliniken als auch Vertragsarzt-MVZ und in sonstiger Trägerschaft. Aufgrund der besonderen Strukturen konnten diese bislang in der regulären ZiPP-Erhebung nicht berücksichtigt werden. Insgesamt ist die Datenlage hinsichtlich dieser Einrichtungen bislang eher dünn. Für die MVZ wurde nunmehr ein spezieller Online-Fragebogen entwickelt. Dessen Erarbeitung wurde vom Bundesverband MVZ begleitet. In Kooperation mit der KBV wurden die wesentlichen Fragen des seit 2005 regelmäßig durchgeführten MVZ-Surveys der KBV in die MVZ-Befragung des ZiPP eingearbeitet. Der erste Teil des Fragebogens bezieht sich auf das MVZ als Ganzes. Darin geht es unter anderem um das wirtschaftliche Ergebnis, an welchen besonderen Versorgungsformen das MVZ teilnimmt und welche Qualitätsmanagementsysteme genutzt werden. Der zweite Teil enthält spezielle Fragen zu den verschiedenen Fachrichtungen, die im MVZ angesiedelt sind. Gefragt wird unter anderem nach der Anzahl der Ärzte und wie viele Patienten versorgt werden. Der Erhebungszeitraum beschränkt sich auf das Jahr 2016. Die Befragung soll umfangreiche Erkenntnisse über Strukturen der MVZ sowie über deren wirtschaftliche Situation bringen. Darüber hinaus soll die Erhebung klären, welche Motive bei der Gründung von MVZ verfolgt werden, wie in MVZ mit nicht ärztlichen Versorgungsbereichen kooperiert wird und wie die Zukunftswartungen und Planungen in MZV sind.

Teilnahme für MVZ's ist bis 15. Juli möglich

Alle Medizinischen Versorgungszentren werden ab Mitte Juni angeschrieben und erhalten einen persönlichen Registrierungsschlüssel, mit dem sie über die Zi-Internetseite zum Fragebogen gelangen. Dieser ist recht umfangreich, da noch keine Daten für die MVZ vorliegen. Deshalb erhalten die teilnehmenden MVZ eine Aufwandspauschale von 350 Euro. Profitieren können Teilnehmer auch von einem Feedbackbericht auf Basis der eingesendeten Daten.

Weitere Informationen sowie Link zum Fragebogen für MVZ's:

https://www.zi-pp.de/mvz_befragung.php

 

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Ansprechpartner

Treuhandbüro des Zi

030 4005 2444