Versorgungsqualität

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Einrichtungs- und sektorenübergreifende Qualitätssicherung (sQS)

sQS hat das Ziel, die Qualität nicht mehr ausschließlich getrennt in Praxis und Klinik zu dokumentieren und zu bewerten, sondern mit sQS werden valide und vergleichbare Aussagen gemacht, die gewährleisten, dass Patienten in der Praxis und im Krankenhaus nach denselben Qualitätsstandards untersucht und behandelt werden.

Im Fokus stehen dabei Leistungen, die in beiden Sektoren gleichermaßen erbracht werden und sektorenübergreifende Untersuchungs- und Behandlungsabläufe. Die gesammelten Daten ermöglichen Behandlungsverläufe im Ganzen zu analysieren und zu beurteilen.

Der G-BA hat im Februar 2015 das erste bundesweit verbindliche Verfahren zur sQS auf den Weg gebracht, bei dem Vertrags- und Krankenhausärzte nach denselben Qualitätssicherungs-Vorgaben bewertet werden. Es handelt sich hierbei um die "Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie".

Als zweites Verfahren startet Anfang des Jahres 2018 die "Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen". Weitere Verfahren zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden werden derzeit vorbereitet.

Gesetzliche Grundlagen (Qesü-RL - Richtlinie des G-BA)

Teil 1: Rahmenbestimmungen - KVWL-Fragenkatalog

Teil 2: Themenspezifische Bestimmungen

Koronarangiographie / perkutane Koronarintervention (PCI)

Seit dem 1. Januar 2016 sind invasiv tätige Kardiologen verpflichtet, jede Herzkatheter-Untersuchung und jede perkutane Koronarintervention bei gesetzlich versicherten Patienten ab 18 Jahren nach standardisierten Vorgaben elektronisch zu dokumentieren. Für die Umsetzung der elektronischen Dokumentation benötigen die Vertragsärzte eine von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierte sQS-Dokumentations-Software. Des Weiteren ist für die Datenübertragung von der Arztpraxis an die Datenannahmestelle bei der KVWL eine sichere technische Anbindung notwendig. Die Datenübermittlung an die Datenannahmestelle muss quartalsweise und am besten gesammelt je Einrichtung bis spätestens zum Ende des Folgemonats des Abrechnungsquartals erfolgen. Invasiv tätige Kardiologen, die an der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung teilnehmen sind darüber hinaus verpflichtet, ihre Patienten anhand von Merkblättern über Zweck und Inhalt dieses Qualitätssicherungsverfahrens zu informieren.

Verfahren 1: Koronarangiographie/PCI - KVWL-Fragenkatalog

Verfahren 1: Koronarangiographie/PCI - KBV-Praxisinformation

Verfahren 1: Koronarangiographie/PCI - Patientenmerkblatt zur Datenerhebung

Verfahren 1: Koronarangiographie/PCI - Sektorenübergreif. Spezifikation 2016

Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen

Ziel des Verfahrens ist, postoperative Wundinfektionen zu vermeiden und das Hygiene- und Infektionsmanagement zu verbessern. Das Verfahren soll insbesondere fachgebietsübergreifend die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer messen, vergleichend darstellen und bewerten. Dazu werden u.a. einrichtungsbezogene Daten mit Hilfe eines Fragebogens erhoben. Da sich die Daten auf das jeweilige Vorjahr beziehen, sollten Sie sich schon im laufenden Jahr mit den Inhalten der Fragen auseinandersetzen.

Die Fragen beziehen sich u.a. auf die Themen:

  • Händedesinfektionsmittelverbrauch
  • Umgang mit Antibiotika
  • Wundversorgung
  • Hygiene- und Infektionsmanagement/MRSA
  • Aufbereitung von Sterilgut (Mediziniprodukten)

Die Fragen inkl. Ausfüllhinweise und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KBV:

KBV Informationen - sQS Nosokomiale Infektionen


Weiterführende Informationen

Sektorenübergreifende Qualität im Gesundheitswesen (SQG)

IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen

Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA)


Ansprechpartner

Koronarangiographie:

Andreas Kintrup

0231 94 32 10 30
0231 94 32 81 030

E-Mail

 

 

Ina Hohlweg

0231 94 32 10 35
0231 94 32 81 035

E-Mail

Stefanie Melchert

0231 94 32 34 10
0231 94 32 83 410

E-Mail

Nosokomiale
Infektionen:

Andreas Kintrup

0231 94 32 10 30
0231 94 32 81 030

E-Mail

Anke Westerberg

0231 94 32 33 34
0231 94 32 83 334

E-Mail