Sicherstellung

Anträge - Beschäftigung Assistenten / Förderung der Weiterbildung zum Facharzt

Die Beschäftigung von Assistenten unterliegt bereits ab dem ersten Tag der Genehmigungspflicht. Ein Antrag ist rechtzeitig, d.h. ca. vier Wochen vor beabsichtigter Beschäftigung durch den Praxisinhaber zu stellen.

Beschäftigung Assistenten -
Arzt / Psychotherapeut / Kinder u. Jugendlichenpsychotherapeut (gem. § 32 Abs. 2 Zulassungsverordnung)

Antrag des Praxisinhabers und Erklärung des Assistenten (78 KB)

Information zum Antrag (155 KB)

Ansprechpartner

Gemäß § 32 Abs. 2
Zulassungsverordnung

0231 94 32 32 36

0231 94 32 32 37

0231 94 32 32 38

Anträge zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt

für Allgemeinmedizin

Antrag des Praxisinhabers auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Arztes (86 KB)

Erklärung des Arztes in Weiterbildung zum Antrag auf Zuschusszahlung des Praxisinhabers (97 KB)

Richtlinien der KVWL (54 KB)

Steuerlicher Hinweis (27 KB)

Sollte die Beschäftigung von Weiterbildungsassistenten im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin auf Grundlage des auf Bundesebene vereinbarten finanziellen Förderprogramms beabsichtigt sein, ist ein gesonderter Antrag auf finanzielle Förderung zu stellen. Diese Förderung wird nur für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin gewährt.

in grundversorgender Fachgruppe

Der Gesetzgeber hat im § 75a Abs. 9 SGB V die Pflicht zur Förderung von Weiterbildungsassistenten bei grundversorgenden Fachärzten der allgemeinen fachärztlichen Versorgung nach § 12 Bedarfsplanungsrichtlinie (BPLRL) verankert. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, der Spitzenverband Bund und die Deutsche Krankenhausgesellschaft haben hierüber eine Fördervereinbarung (FV) geschlossen, die am 1. Juli 2016 in Kraft getreten ist. Die Feststellung der Förderfähigkeit von Facharztgruppen als grundversorgende Fachärzte ist in Westfalen-Lippe auf regionaler Ebene gemeinsam und einheitlich durch die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesverbände der Krankenkassen sowie die Ersatzkassen zum 1. Oktober 2016 erfolgt (§ 75a Abs. 4 Satz 2 Nr. 5 SGB V i.V.m. § 3 Abs. 8 FV).

Förderfähig sind in Westfalen-Lippe folgende Arztgruppen:

Arztgruppe § 12 BPLRL *)
Augenärzte
Frauenärzte
HNO-Ärzte
Hautärzte 
Kinderärzte
Nervenärzte
Psychotherapeuten (ärztl.)
Förderfähige Facharztweiterbildung
FA Augenheilkunde
FA Frauenheilkunde u. Geburtshilfe
FA Hals-, Nasen- u. Ohrenheilkunde
 FA Haut- u. Geschlechtskrankheiten
FA Kinder u. Jugendmedizin
FA Neurologie, Psychiatrie u. Psychotherapie
FA Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie

*) Für jede förderfähige Fachgruppe stehen zunächst 10 Förderstellen zur Verfügung. Nach dem ersten Ausschreibungsverfahren im Oktober 2016 sind in allen Fachgruppen noch Stellen frei, so dass weitere Anträge auf Förderung gestellt werden können.

Wie wird gefördert?

Ein ganztags beschäftigter Arzt in Weiterbildung erhält monatlich 4.800 Euro als Zuschuss zum Bruttogehalt. Der Förderbetrag wird je zur Hälfte von der KVWL und den Krankenkassen getragen. Die Überweisung des monatlichen Gesamtbetrages erfolgt jeweils zu Beginn des Folgemonats durch die KVWL. Für Teilzeitstellen wird der Förderbetrag anteilig bemessen.

Die Förderung erstreckt sich auf zwölf zusammenhängende Monate in Vollzeit. Wird eine Förderung für eine Teilzeittätigkeit beantragt, ist der Zeitraum entsprechend zu verlängern. Eine kürzere Weiterbildungszeit in der ambulanten Versorgung wird nicht gefördert. Die Förderung kann rückwirkend ab dem 1. Oktober 2016 erteilt werden.

Wer kann gefördert werden?

Gefördert werden können nur Assistenten, die bei einem Arzt weitergebildet werden, der überwiegend konservativ und nicht spezialisiert tätig ist (§ 3 Abs. 5 FV). Augenärzte gelten als konservativ tätig, wenn sie die Strukturpauschale abrechnen können. Ärzte der anderen Fachgruppen gelten als überwiegend konservativ tätig, wenn sie mit Ausnahme kleiner Operationen der Kategorien 1 und 2 keine Leistungen aus dem Kapitel 31 EBM abrechnen. Kinderärzte, die sowohl haus- als auch fachärztlich tätig sind, können gefördert werden, wenn der weiterbildende Arzt überwiegend hausärztlich tätig ist.

Der Vorstand der KVWL beschließt über die Förderung. Übersteigt die Zahl der Anträge die Zahl der Förderstellen in einer Fachgruppe, werden die Anträge priorisiert. Dafür wird die Altersstruktur der Fachgruppe im Planungsbereich zugrunde gelegt. Vorrang haben Anträge aus Planungsbereichen, in denen der Anteil der mit Anrechnung auf die Bedarfsplanung zugelassenen oder angestellten Ärzte ab 60 Jahren größer ist. Jede erteilte Förderung wird wie eine Verminderung dieser Ärzte im Planungsbereich um 1 gewertet. Ist die Altersstruktur in zwei Planungsbereichen, aus denen Anträge gestellt wurden, gleich, so wird in dem Planungsbereich mit dem niedrigeren Versorgungsgrad gefördert. Liegen konkurrierende Anträge aus einem Planungsbereich vor, wird nach Reihenfolge des Antragseingangs entschieden. Ist eine Priorisierung anhand der hier festgelegten Kriterien nicht möglich, entscheidet das Los. Im Übrigen gelten die Voraussetzungen der Fördervereinbarung (Anlage 1 zur FV, § 3 Abs. 2 Nrn. 1-8), die den Antragsformularen beigefügt sind.

Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gem. § 75a SGB V (Homepage der KBV)

Wie kann eine Förderung beantragt werden?

Antragsberechtigt ist der weiterbildungsbefugte Praxisinhaber/ die Praxisinhaberin bzw. das weiterbildungsbefugte Medizinische Versorgungszentrum, in dem der Weiterbildungsassistent angestellt werden soll. Pro Praxis ist nur eine Förderung im Umfang eines Vollzeitäquivalents möglich. Damit die Förderung erteilt werden kann, muss der zu fördernde Assistent namentlich benannt sein. Wenn ein Förderantrag bewilligt wurde, muss der Assistent seine Tätigkeit in der Förderpraxis spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Förderzusage aufnehmen.

 

Antragsfrist

Anträge können bis einschließlich 24. März 2017 gestellt werden.

Antrag des Praxisinhabers auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Facharztes in Weiterbildung (87 KB)

Antrag des Arztes in Weiterbildung (90 KB)

Informationsblatt (159 KB)

Steuerlicher Hinweis (35 KB)

 

 

Weitere Fördermöglichkeiten in Westfalen-Lippe

finden Sie in der Rubrik "Förderung" unter:

www.praxisstart.info

Ansprechpartner

Gemäß der KVWL Richtlinien

E-Mail an Praxisberatung

Jutta Pierschke

0231 94 32 32 50

Uta Plohmann

0231 94 32 32 48

Marvin Kulinna

0231 94 32 37 36