Solidarität mit den Hochwasseropfern

Arztpraxen müssen wieder aufgebaut werden - Westfalens Ärztinnen und Ärzte spenden für ostdeutsche Kollege

Münster, 23. August 2002

Die Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe werden ihren ostdeutschen Kolleginnen und Kollegen helfen, die Folgen des Hochwassers der vergangenen Wochen zu bewältigen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat ihre rund 11.000 Mitglieder zu einer Spendenaktion aufgerufen. "In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind gerade auch Arztpraxen von den Zerstörungen betroffen", betont Dr. Ulrich Thamer, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. "Damit ist die ärztliche Versorgung der Bevölkerung erheblich eingeschränkt. Und unsere Kolleginnen und Kollegen stehen in vielen Fällen vor dem wirtschaftlichen aus."

Der Umfang der Schäden an Praxen und anderen medizinischen Einrichtungen ist wegen der gestörten Kommunikationsverbindungen noch nicht endgültig bekannt. Allein in Sachsen rechnet man mit mindestens 100 zerstörten oder beschädigten Praxen.

"Hier ist unsere Solidarität mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen gefragt", kommentiert Dr. Thamer die Lage. "Wir rufen alle Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe auf, einen Beitrag zu leisten und an eines der eingerichteten Konten zu spenden."
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine Hilfsaktion "Niedergelassene Ärzte für niedergelassene Ärzte" ins Leben gerufen und ein Spendenkonto eingerichtet:

 

Empfänger: Hilfsfonds Ärzte/Tierärzte
Stichwort: Spende Hochwasser-Opfer
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Bankleitzahl 100 906 03
Spendenkonto 777 55 55

Die Verteilung der Mittel vor Ort wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen der betroffenen Bundesländer organisiert.

 

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