Barrierefreiheit
Barrierefreiheit in vielen Arztpraxen selbstverständlich
Dortmund, 17. März 2008
Mehr als 40 Prozent der Arztpraxen im Landesteil Westfalen-Lippe sind behindertengerecht eingerichtet und ohne wesentliche Barrieren zugänglich. Nach einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sind von den 10.940 Praxen bereits 3.287 komplett barrierefrei ausgestattet, 861 bedingt barrierefrei (maximal eine Stufe, normal breite Türen) und weitere 320 zumindest gebehindertengerecht (maximal drei Stufen). „Der Arztbesuch darf gerade für behinderte Menschen nicht schon an der Tür zur Praxis enden“, betont Dr. Ulrich Thamer, 1. Vorsitzender der KVWL. „Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass nicht nur 41 Prozent der Kollegen den Patienten diesen Service bietet. Es haben uns zahlreiche weitere versichert, zur Zeit den entsprechenden Umbau zu planen.“
Das Bewusstsein der Ärztinnen und Ärzte für die Probleme behinderter Menschen spiegelt sich auch in weiteren, freiwillig bereitgestellten Hilfen wider. So verfügen viele Praxen über einen entsprechend eingerichteten und gekennzeichneten Behindertenparkplatz (2.568 Praxen) oder rollstuhlgerechte Toiletten (3.017 Praxen). Leider, so Thamer, verhinderten in einigen Praxen bauliche Gegebenheiten oder Auflagen des Vermieters einen behindertengerechten Umbau.
Für Menschen mit Behinderung ist es oft entscheidend, welche Praxis überhaupt ohne besondere Erschwernis zugänglich ist. Das Finden solcher Praxen will die KVWL deshalb jetzt erleichtern: Das elektronische Arztsuchsystem im Internet - unter www.kvwl.de im Bereich „Bürger“ - soll in Kürze um die Angaben zur Barrierefreiheit ergänzt werden.
Auskünfte zur Barrierefreiheit von Arztpraxen gibt auch die Bürgerinformation der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe unter der Telefonnummer 0251 92 99 00 0.
