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Gemeinsame Pressemitteilung der gesetzlichen Krankenkassen in Westfalen-Lippe, der palliativmedizinischen Ärztenetze und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe:
Krankenkassen und Ärzte schaffen einheitliche Struktur für die häusliche Versorgung Sterbender in Westfalen
Palliativmedizinische Betreuung durch den vertrauten Arzt geregelt
Dortmund, den 06.02.2009
Der Wunsch vieler sterbenskranker Menschen, ihr Leben medizinisch gut betreut zu Hause beenden zu können, wird in Zukunft einfacher zu erfüllen sein. Alle gesetzlichen Krankenkassen und die palliativmedizinischen Ärztenetze im Landesteil Westfalen-Lippe haben sich auf Eckpunkte eines Vertrages für 2009 zur qualifizierten häuslichen Versorgung Sterbender verständigt. „Zu viele Menschen müssen heute noch ihre letzten Tage im Krankenhaus verbringen“, erläutert der Allgemeinmediziner Dr. Hans-Ulrich Weller aus Bielefeld die Situation. „Dabei können wir ihnen mit vernetzten Strukturen vor Ort auch ein Lebensende in häuslicher Geborgenheit ermöglichen.“
Martin Litsch, Vorsitzender der AOK Westfalen-Lippe, unterstreicht das Engagement der Krankenkassen: „Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass alle Bürger in Westfalen unabhängig von ihrer Kassenzugehörigkeit und ihrem Wohnort eine palliativmedizinische Betreuung in Anspruch nehmen können.“
„Mit diesem gemeinsamen Vertrag wird aufbauend auf den bereits bestehenden Strukturen der ambulanten Palliativmedizin nunmehr auch die spezialisierte Versorgung geregelt“, so Michael Süllwold, stellvertretender Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) in Westfalen-Lippe.
Die nun absehbare Struktur sieht vor, dass die Sterbenden von ihrem behandelnden Arzt betreut werden. Die dafür notwendigen Hausbesuche werden besonders gefördert. Unterstützung erhält der Arzt durch die Vernetzung der palliativmedizinischen Versorgung in seiner Region. So kann er auf Wunsch Rat und Hilfe durch besonders qualifizierte Palliativärzte erhalten, die einen Konsiliardienst organisieren und bei besonders schwierigen Fällen diese Patienten auch verantwortlich weiter versorgen. „Durch unsere regionale Vernetzung können wir den sterbenden Patienten die bestmögliche Versorgung ermöglichen“, betont Dr. Ulrike Hofmeister vom Palliativnetz in Münster. „Der Patient wird nicht allein gelassen, sein behandelnder Arzt auch nicht.“
Mit der Umsetzung des landesweiten Versorgungskonzeptes haben Ärzte und Krankenkassen ein sinnvolles Votum der Landesgesundheitskonferenz NRW umgesetzt, betont Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 2. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Krankenkassen und Ärzte rechnen damit, dass die Mehrzahl der todkranken Menschen im Landesteil die häusliche Versorgung in Anspruch nehmen möchten. „Wir wollen ihrem Wunsch entsprechen und sie optimal begleiten. Wir sind auf einem guten Weg.“
Pressekontakt:
| AOK Westfalen-Lippe | Verband der Ersatzkassen in Westfalen-Lippe |
KVWL |
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Karl-Josef Steden |
Bärbel Brünger |
Andreas Daniel |
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