Reform der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) ist längst überfällig!

KVWL fordert: Ambulante Medizin leistungsgerecht abbilden

Potsdam, 27. Januar 2012

Eine bessere Berücksichtigung der ambulanten Medizin und der Leistungen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bei der Reform der amtlichen Gebührenordnung (GOÄ) fordert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Wir unterstützen die Bundesärztekammer in ihrem Drängen auf eine längst überfällige Reform der Gebührenordnung“, betont der 1. Vorsitzende der KVWL, Wolfgang-Axel Dryden. „Wir haben Präsident Montgomery aber per Brief geschrieben, dass über die Anpassung der Vergütung und über die Neubeschreibung des ärztlichen Leistungsspektrums hinaus auch die spezifischen Bedingungen der ambulanten Medizin abgebildet werden müssen.“

Dryden verweist darauf, dass die meisten Gesundheitsprobleme in den Praxen der niedergelassenen Ärzte behandelt und gelöst werden – auch der privat Versicherten Bürgerinnen und Bürger. Und das auf einem hohen Niveau: „Die Kolleginnen und Kollegen bieten im Gegensatz zur Klinik nicht nur Facharztstandard, sondern die durchgängige persönliche Leistungserbringung durch einen Facharzt“, hebt Dryden hervor. „Eine weitgehende Delegation von Leistungen an noch in der Weiterbildung befindliche Ärzte kennen wir nicht.“ Dieses hohe Qualitätsniveau, so der KVWL-Vorsitzende, müsse sich auch in der Honorierung niederschlagen.

Auch bei der betriebswirtschaftlichen Kalkulation der einzelnen Gebührenpositionen drängt die KVWL auf eine spürbare Berücksichtigung der Praxisgegebenheiten. „Niedergelassene Ärzte können nicht preiswert auf eine Krankenhausinfrastruktur und auf Klinikpersonal zurückgreifen“, unterstreicht Dryden die KVWL-Forderungen. „Jeder Euro für die Kosten von medizinischem Gerät und Personal muss selber verdient und investiert werden. Dieser Aufwand muss unserer Ansicht nach durch einen Zuschlag für die ambulante Leistung aufgefangen werden.“

Kassenärztliche Vereinigung

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, abgekürzt KVWL, vertritt die Interessen von rund 13.000 niedergelassenen Vertragsärzten und psychologischen Psychotherapeuten im Landesteil Westfalen-Lippe. Für ihre Mitglieder schließt die KVWL Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen, rechnet die Leistungen ab und verteilt das Honorar an die Ärzte und Psychotherapeuten. Für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet die KVWL eine am Bedarf orientierte, wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung von hoher Qualität.

 

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KVWL
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(Pressesprecher)

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