Kinder-Bereitschaftsdienstpraxis für Paderborn und Umgebung zieht um
Versorgung an der Klinik St. Louise / KVWL-Bezirksstellenleier sieht Vorteile in neuem Standort
Die pädiatrische Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zieht um: Ab Mittwoch, 19. November, werden Kinder und Jugendliche aus Paderborn und Umgebung mit akuten Beschwerden abends und am Wochenende in der Kinderklinik St. Louise an der Husener Straße 81 versorgt.
Weiterbehandlung schwerer Fälle direkt nebenan in der Notaufnahme
In den neuen Räumlichkeiten sind weiterhin die niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzte Ansprechpartner für Akutfälle, wenn die örtlichen Praxen für Kinder und Jugendliche geschlossen sind. Dr. Ulrich Polenz, Allgemeinmediziner in Paderborn und Leiter der hiesigen KVWL-Bezirksstelle, begründet den Umzug vom unweit entfernten „Medico“ ins Klinikum: „Der Vorteil ist die enge Anbindung an die Kinderklinik. So können kleine Patienten in schweren Fällen direkt nebenan in der Notaufnahme weiterbehandelt werden.
Umgekehrt können Kinder, die sich mit nicht so schweren Erkrankungen in der Notaufnahme der Klinik gemeldet haben, direkt an den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst vermittelt werden.“ Unverändert bleiben die Öffnungszeiten der Kinder- und Jugendmedizinischen Bereitschaftsdienstpraxis der KVWL: montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags von 15 bis 21 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 9 bis 18 Uhr.
„Die räumliche Nähe bringt uns dem Ziel einer bedarfsgerechten, sektorenübergreifenden Versorgung von Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Schritt näher“, betont Markus Funk, Geschäftsführer der St. Louise Frauen- und Kinderklinik. Geschäftsführerin Sr. Bernadette M. Putz stimmt ihm zu: „Die kurzen Wege erleichtern die Behandlung nach Dringlichkeit und fördern die persönliche Kommunikation zwischen Praxis und Klinik.“
Hinweis an die Eltern: 116 117 als erste Anlaufstelle
„Ob der Weg in die neue KV-Bereitschaftsdienstpraxis aber überhaupt notwendig ist, sollte vorab durch einen Anruf bei der Service-Rufnummer 116 117 geklärt werden“, ergänzt Dr. Polenz und erläutert: „Unter dieser kostenfrei erreichbaren Telefonnummer nimmt zunächst medizinisch geschultes Personal eine fundierte Ersteinschätzung vor. Die Mitarbeitenden können so die Behandlungsdringlichkeit und die Notwendigkeit einer Untersuchung in der KV-Bereitschaftsdienstpraxis ermitteln. In vielen Fällen kann der Besuch durch ein Gespräch mit einem Arzt per Videotelefonie ersetzt werden. Die Mitarbeitenden der 116 117 übernehmen die Koordination für eine solche Videosprechstunde.“
Die 116 117 ist alternativ auf ihrer Website 116117.de oder via App erreichbar.