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Abrechnung

Diagnosekodierung

Die Fortentwicklung der ambulanten Vergütung orientiert sich an der Morbidität der Versicherten. Es ist daher wichtig die tatsächliche Morbidität der Versicherten durch eine sachgerechte Kodierung abzubilden. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi) bietet umfangreiche und stets aktuelle Informationen zur Kodierung. Über den folgenden Link gelangen Sie u. a. zum Hausarzt-Thesaurus sowie zu diversen Facharzt-Thesauren, die jeweils als „Kitteltaschenversion“ und als „Schreibtisch-Auflage“ verfügbar sind. Des Weiteren hat das Zi Kodier-Manuale zu bestimmten Krankheitsbildern publiziert:

http://www.zi.de/cms/projekte/kodierung/

Verwendung der sekundären („optionalen“) Schlüsselnummern der ICD-10-GM

Sekundäre Schlüsselnummern zeichnen sich durch eine Kennzeichnung mit einem Ausrufezeichen oder einem Stern aus und können nur in Kombination mit einem primären Kode angewandt werden. Der Primärkode kennzeichnet die Grundkrankheit, Sekundärkodes dienen ausschließlich der zusätzlichen Spezifikation.
Als Veranschaulichung dienen nachfolgende Beispiele von Erkrankungen.

Schlüsselnummern mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnet können ausschließlich zu einem Primärkode (Kode ohne Ausrufezeichen oder Stern) verwendet werden, um eine Diagnose zu spezifizieren.

Beispiel:

S42.3

Fraktur des Humerusschaftes

Primärkode


S41.87!

Weichteilschaden I. Grades bei offener Fraktur oder Luxation des Oberarmes

Spezifizierender Kode


S42.3 und S41.87!

Fraktur des Humerusschaftes mit Weichteilschaden I. Grades bei offener Fraktur oder Luxation des Oberarmes

Vollständige Kodierung der Erkrankung

Im ICD-10 sind einige Schlüsselnummern mit einem Strich (-) am Rande gekennzeichnet. Solche Schlüsselnummern dürfen nur zusätzlich zu einer nicht derart markierten Schlüsselnummer benutzt werden.

Der Primärkode ist mit einem Kreuz (+) gekennzeichnet. Der Primärkode ist derjenige der Grundkrankheiten. Für die Manifestation ist eine fakultativ zu benutzende zusätzliche Schlüsselnummer angegeben, die durch einen Stern (*) gekennzeichnet ist. Daraus ergibt sich das Grundprinzip, dass die Kreuz-Schlüsselnummer der Primärkode ist, der in jedem Falle anzuwenden ist. Die Stern-Schlüsselnummer sollte zusätzlich für den Fall benutzt werden, dass die alternative Darstellungsmethode ebenfalls benötigt wird. Der Stern-Kode darf bei der Verschlüsselung nie alleine benutzt werden. Stern-Kodes treten als dreistellige Kategorien auf. Fehlt die Angabe einer bestimmten Kategorie als Grundleiden, so sind für den gleichen Krankheitszustand andere Kategorien als Stern-Kodes zu benutzen.

Beispiel:

E10.30†

Diabetes mellitus, Typ 1, mit Augenkomplikationen, nicht als entgleist bezeichnet

Primärkode


H36.0*

Diabetische Retinopathie

Spezifizierender Kode


E10.30† und H36.0*

Diabetes mellitus, Typ 1, mit Augenkomplikationen, nicht als entgleist bezeichnet mit diabetischer Retinopathie

Vollständige Kodierung der Erkrankung

Sie finden die Angaben der Kreuz-Stern-Diagnosen zu Beginn der entsprechenden Kapitel der ICD-10-GM aufgelistet.

Ansprechpartner

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0231 94 32 10 00
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