eHealth

Grafik EFA

Elektronische Fallakte (EFA)

Die Elektronische Fallakte (EFA) ist eine Kommunikationsplattform, auf der Ärzte und andere Leistungserbringer Informationen zu einem medizinischen Behandlungsfall austauschen können. Die EFA unterstützt damit die Kooperation zwischen den an der Behandlung beteiligten Ärzten im ambulanten und stationären Bereich. Auch Leistungserbringer anderer Professionen wie Physiotherapeuten, Pfleger usw. können in bestimmten Fällen einbezogen werden. Für die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe bietet die KVWL eine solche Fallakte an.

Was ist das Besondere an der EFA?

Eine EFA wird immer nur für einen Behandlungsfall eines Patienten angelegt und anschließend wieder gelöscht, natürlich immer nur mit Zustimmung des Patienten. Somit ist die Akte streng zweckgebunden. Dies ist vor dem Hintergrund des Datenschutzes besonders wichtig. Welche Leistungserbringer „beteiligt“ – also zugriffsberechtigt auf die Akte des Falls – sind, wird in Abstimmung mit dem Patienten festgelegt. Dies erfolgt in der Regel durch den Arzt, der die Akte zum Fall anlegt, kann aber auch später noch geändert werden.

Alle beteiligten Leistungserbringer sind bei der EFA in der Lage:

  1. alle Dokumente in die Akte einzustellen, die sie für relevant für den Fall halten, ohne den Patienten im Einzelfall fragen zu müssen,
  2. alle in der Akte abgelegten Informationen zu sehen und bei Bedarf im eigenen Primärsystem zu speichern.

Über die EFA können nahezu alle Dokumente, die für die Behandlung des Falls relevant sind, unter den Beteiligten geteilt werden. Dazu zählen unter anderem Arztbriefe, Befunde, OP-Berichte, Verordnungen, Laborberichte, Behandlungspläne, Berichte über den Status des Patienten oder auch Fotos und Bilder (aber keine hochaufgelösten DICOM-Darstellungen).

Beispiele für die Anwendung der Akte reichen von der Übermittlung von Einweisungs- und Entlassinformationen zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern über die Abstimmung bei komplexen Onkologie-Fällen bis zur Unterstützung von Fällen, bei denen die Einbeziehung von nicht-ärztlichen Leistungserbringern bedeutsam ist, wie z.B. bei der Behandlung und Betreuung von Demenzpatienten durch ein patientenzentriertes Behandlerteam unter Koordination des Hausarztes. (In diesem Fall wird die Demenzerkrankung mit allen Folgediagnosen als ein Behandlungsfall gesehen.)

Die EFA der KVWL. Eine solche Elektronische Fallakte bietet die KVWL ihren Mitgliedern an. Das System ist das Ergebnis des Verbundprojektes „I/E-Health NRW: Hand in Hand bestens versorgt“. Derzeit greift die KVWL für das Angebot in erster Linie auf die Leistungen der RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH zurück, aber auch die Nutzung der „Backends“ anderer Provider ist denkbar. Die RZV GmbH bietet die EFA-Nutzung auch Krankenhäusern und anderen Institutionen in Westfalen-Lippe (und darüber hinaus) an, so dass auch die sektoren- und professionsübergreifende Anwendung möglich ist.

Welche technischen Voraussetzungen sind für die EFA notwendig?

Der Zugriff auf die EFA erfolgt entweder direkt aus dem Primärsystem (Praxisverwaltungssystem) oder über das „EFA-Portal“, das sich in jedem aktuellen Browser öffnen lässt. Während das Portal Teil der von der KVWL angebotenen Leistung ist, müssen für die Nutzung aus dem PVS/AIS heraus die EFA-Komponenten der jeweiligen Hersteller erworben werden, was ggf. mit zusätzlichen einmaligen und/oder laufenden Kosten verbunden ist. Allerdings sind derzeit noch nicht alle Praxisverwaltungssysteme mit einer integrierten EFA-Schnittstelle versehen; die betroffenen Praxen sind auf die Nutzung des Portals, das schnell und einfach zu bedienen ist, angewiesen.

Für die Verbindung zum EFA-Server werden die Telematikinfrastruktur (und im Hintergrund das sichere Netz der KVen – SNK bzw. KV-Safenet) genutzt. Dieser Weg steht jedem Vertragsarzt offen, der den TI-Konnektor installiert hat (und darüber auch auf das Mitgliederportal der KVWL zugreift).

Weitere Informationen:

Ansprechpartner

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die unten genannten Ansprechpartner oder per E-Mail an Ihre KV:

Fallakte@kvwl.de

IT-Mitgliederberatung

Beratung zu: Elektronische Fallakte (EFA), KV-SafeNet*, KV-FlexNet, KV- Connect, IT in der Arztpraxis

0231 94 32 39 90

Mitgliederberatung@kvwl.de

IT-ServiceDesk:

Technischer Support

0231 94 32 99 00

ServiceDesk@kvwl.de