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Elektronische Gesundheitskarte G1 kann ab Oktober nicht mehr ins PVS eingelesen werden

Die KBV informiert in ihrer aktuellen Praxisnachricht darüber, dass die erste Generation der elektronischen Gesundheitskarte (G1) ungültig ist und diese Karten ab dem 01. Oktober 2017 nicht mehr in das Praxisverwaltungssystem (PVS) eingelesen werden können.

Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands sind kaum noch eGK G1 im Umlauf. Doch auch, wenn ein Versicherter von seiner Kasse eine G2-Karte erhalten hat, heißt das nicht, dass er sie auch nutzt.

Etliche G1-Karten sind nach ihrem sichtbaren Gültigkeitsdatum auf der Rückseite noch nicht abgelaufen, aber trotzdem ungültig. Patienten könnten daher fälschlicherweise annehmen, die Karte wäre noch gültig.

Hintergrund ist der Beschluss der gematik Gesellschafterversammlung, nach dem die veralteten G1 Karten nicht mehr zugelassen sind.

Die Karten der Generation G1+ und G2 sind weiterhin gültig.

Durch die KBV wurden die Praxisverwaltungssystem-Hersteller aufgefordert, ihre Systeme entsprechend anzupassen und die G1 Karten beim Einlesen abzulehnen.

Die Versicherten der Krankenkassen, so heißt es beim GKV-Spitzenverband, wurden mit neuen Karten ausgestattet. Somit dürften keine oder nur noch sehr wenige G1-Karten im Umlauf sein.  

Das sollten Sie wissen

  • Nur die Karten der ersten Generation (G1) können ab 1. Oktober nicht mehr in das PVS eingelesen werden. G1+-Karten und G2-Karten sind weiterhin gültig.
  • Die alten G1-Karten unterscheiden sich optisch nicht von den G1+-Karten. Praxen sollten deshalb wie gewohnt jede eGK einlesen. Sollte darunter eine G1-Karte sein, wird sie durch die Praxissoftware erkannt und vom System abgelehnt.
    Die Generationsnummer ist auf der eGK rechts oben unter dem Schriftzug „Gesundheitskarte“ aufgedruckt. Dabei steht bei Karten der Generation 1 und bei Karten der Generation 1+ jeweils „G1“, bei Karten der zweiten Generation „G2“. Bei Karten mit der Aufschrift „G1“ ist damit äußerlich nicht erkennbar, ob es sich um eine G1-Karte oder eine G1+-Karte handelt. Deshalb sollten Praxen diese Karten immer erst einlesen und auf keinen Fall automatisch wegen äußerlichen Merkmalen ablehnen.
  • Lehnt das Praxisverwaltungssystem die eGK ab, empfiehlt es sich, zunächst den Patienten zu fragen, ob er von seiner Krankenkasse bereits eine neue Karte erhalten und vielleicht nur aus Versehen die alte Karte vorgelegt hat. Anderenfalls sollte sich der Patient schnellstens an seine Kasse wenden.
  • Kann der Patient keine neue Karte vorlegen, wendet die Praxis das Ersatzverfahren an. Dazu pflegen sie die Daten des Versicherten, also Name, Vorname und Geburtsdatum, Bezeichnung der Krankenkasse, Versichertenart, Postleitzahl und nach Möglichkeit auch die Krankenversichertennummer, manuell in das Praxisverwaltungssystem ein oder übernehmen die Daten aus dem Patientenstamm. Anschließend bestätigt der Patient auf dem Abrechnungsschein (Vordruck 5), dass er bei der genannten Krankenkasse versichert ist. Sollte er bis Ende des Quartals keine neue Karte vorlegen, können die Leistungen nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes mittels Ersatzverfahren trotzdem abgerechnet werden.

Lesen Sie zum Thema auch das KVWL-Telegramm:

Wichtige Information zum Einlesen der Krankenversichertenkarten Generation 1 (G1)

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