Infos und Kurzberichte

Informationen zum Coronavirus

Neue GOP zur Abklärung eines Infektionsverdachts

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. Februar 2020 eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 zur Abklärung eines Verdachts auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) in den EBM aufgenommen. Details zur Abrechnung finden Sie unter:

Abrechnung – EBM & weitere Informationen

Wir informieren Sie an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (nCoV):

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Situation in Deutschland aktuell als sich dynamisch entwickelnd ein (Stand: 03.02.2020). Einzelne Übertragungen des Virus sind in Deutschland möglich. Die gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung bleibt derzeit allerdings weiterhin gering. Um die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern, sind die frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen und das konsequente Management von Kontaktpersonen in dieser Phase des Geschehens essentiell.

Um Verdachtsfälle zu identifizieren, bleibt das RKI-Flussschema (s.: „Flussschema zur Verdachtsabklärung“) die weiterhin gültige Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte. Bitte informieren Sie sich auch über die möglichen Falldefinitionen des RKI:

  • Bestätigter Fall
  • Wahrscheinlicher Fall
  • Ungeklärter Fall
  • Ausgeschlossener Fall

Die Definitionen dienen der einheitlichen Kommunikation mit den Gesundheitsämtern bzw. mit den Rettungsdiensten.

RKI – Falldefinition zur Fallfindung, Meldung und Übermittlung

Verschärfung der Meldepflicht

Das Bundesgesundheitsministerium hat mit Wirkung zum 01.02.2020 mittels Eilverordnung die bisherige Meldepflicht für das Coronavirus verschärft. Ab sofort müssen bereits Verdachtsfälle dem örtlichen Gesundheitsamt namentlich gemeldet werden. Bisher war ausschließlich die Meldung von Krankheits- und Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus verpflichtend. Verdachtsfälle müssen nun abgeklärt werden.

Identifikation von Verdachtsfällen

Eine Abklärung ist erforderlich bei

  1. Personen mit respiratorischen Symptomen unabhängig von ihrer Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten 2019-nCoV- Krankheitsfall
  2. Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet

Hinweise des Robert-Koch-Instituts

Die KVWL verweist in diesem Zusammenhang auf das Robert-Koch-Institut (RKI), das ausführliche und tagesaktuelle Informationen über die Ausbreitung und den Umgang mit der meldepflichtigen Infektionskrankheit zur Verfügung stellt:

Allgemeine Informationen

2019-nCoV – Infografik: Verdachtsabklärung und Maßnahmen – Orientierungshilfe für Ärzte

Personalschutz- und Hygienemaßnahmen

Informationsposter

Arbeitsunfähigkeit von asymptomatischen Verdachtsfällen

Gemäß Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses liegt keine Arbeitsunfähigkeit vor, wenn Beschäftigungsverbote nach dem Infektionsschutzgesetz ausgesprochen werden (§ 3 AU-RL).

Meldet sich ein Patient zwar ohne Symptome, aber als Reiserückkehrer und/oder mit gesichertem Kontakt zu einem bestätigten Erkrankungsfall in der Praxis, um eine vierzehntägige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten, muss er sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden (s. auch Ablaufschema für Arztpraxen). Dort wird dann nach Prüfung der individuellen Voraussetzungen gemäß § 31 Infektionsschutzgesetz verfahren und ggf. ein berufliches Tätigkeitsverbot ausgesprochen.

Über die weiteren relevanten Entwicklungen werden wir an dieser Stelle rechtzeitig informieren.

Übersicht der Kurzberichte