Verträge

Nicht-ärztliche Praxisassistenten Sonderregelung: Abrechnungsmöglichkeit bis 31.12.2020 auch bei noch nicht abgeschlossener Fortbildung

Die Partner des Bundesmantelvertrags-Ärzte haben sich auf eine befristete Sonderregelung für nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) in Ausbildung verständigt.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Fortbildungsveranstaltungen für die in Ausbildung befindlichen NäPA (oder Entlastenden Versorgungsassistenten (EVA)) zum Teil vollständig ausgesetzt oder erfolgten nur eingeschränkt. Um die delegationsfähigen Leistungen für NäPA/EVA (GOP 03060 bis 03065 und 38200, 38202, 38205 und 38207 EBM) berechnen zu können, ist jedoch eine Genehmigung der KV erforderlich, die bisher nur bei abgeschlossener NäPA-Fortbildung erteilt werden kann.

Die nun getroffene Sonderregelung ermöglicht es den KVen, die Genehmigung für die NäPA auch zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, dass mit der Fortbildung zur NäPA/EVA bereits begonnen wurde und der voraussichtliche Abschluss der Fortbildung bis zum 31. Dezember 2020 erfolgt. Die Regelung gilt rückwirkend ab 1. Juli 2020 und ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Der Beschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt.

Ärztlich angeordnete Hilfeleistungen gemäß Abschnitt 38.3 EBM

Genehmigung

Betrifft folgende Leistungen:

GOP 38200, 38202, 38205, 38207 EBM

Antragsberechtigt:

Haus- und Fachärzte (soweit in Kapitel 38 Präambel 38.1 Nr. 2 genannt)

Personelle Voraussetzungen:

  • Anstellung einer nicht-ärztlichen Praxisassistentin / eines nicht-ärztlichen Praxisassistenten (NäPA) mit einer Arbeitszeit von min-destens 20 Wochenstunden
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter verfügt nach dem qualifizierten Berufsabschluss über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer vertragsärztlichen Praxis.
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter verfügt über eine Qualifikation gemäß Anlage 8 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (Delegations-Vereinbarung). (Hinweis: Dies entspricht dem Curriculum der BÄK zum/r nicht-ärztlichen Praxisassistenten/-in.)
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter hat mindestens 20 Besuche zur Verrichtung medizinisch notwendiger delegierbarer Leistungen in Alten- oder Pflegeheimen (oder in anderen beschützenden Einrichtungen) bei einem Arzt gemäß Nr. 2 der Präambel 38.1. EBM begleitet.

Stand:

01.07.2017


Informationen zur Ausbildung der nicht-ärztlichen Praxisassistentin / des nicht-ärztlichen Praxisassistenten erhalten Sie bei der Akademie für medizinische Fortbildung:

www.akademie-wl.de/eva


PDF Stand KB
Antrag - Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen 01.07.2017 237

Vereinbarung / Vertrag

Vereinbarung

Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) - Kapitel 38.3

Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen gemäß Anlage 8 BMV-Ä (Delegationsvereinbarung) in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen sowie in hausärztlichen Praxen

Genehmigung

Grundlage:

Vereinbarung über die Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen gemäß Anlage 8 BMV-Ä (Delegationsvereinbarung) in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen sowie in hausärztlichen Praxen in Verbindung mit Abschnitt 3.2.1.2 EBM

Betrifft folgende Leistungen:

GOP 03060, 03061 03062, 03063, 03064, 03065 EBM

Antragsberechtigt:

Hausärzte, die eine nicht-ärztliche Praxisassistentin / einen nicht-ärztlichen Praxisassistenten (NäPA) beschäftigen

Fachliche Anforderungen:

  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter ist mit einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von mindestens 20 Stunden in der Praxis beschäftigt.
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter verfügt über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zur / zum Medizinischen Fachangestellten / Arzthelfer(in) oder dem Krankenpflegegesetz.
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter verfügt nach dem qualifizierten Berufsabschluss über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis.
  • Die Praxismitarbeiterin / Der Praxismitarbeiter verfügt über eine Zusatzqualifikation gemäß § 7 der Delegationsvereinbarung.

Sonstige Voraussetzungen für die Abrechnung::

Die Abrechnung der GOP setzt nach Nr. 1 Abschnitt 3.2.1.2 EBM eine Mindestzahl an Behandlungsfällen voraus. Alternativ kann eine Mindestzahl an Behandlungsfällen von Patienten, die 75 Jahre oder älter sind, berücksichtigt werden.

Hinweis: Diese Zahlen werden für die Praxis bei Antragstellung durch die KVWL ermittelt. Sofern erforderlich, wird die KVWL die Zahl der Fälle aus Selektivverträgen (HzV-Verträge nach § 73b SGB V) und/oder aus Verträgen zur knappschaftsärztlichen Versorgung, bei denen keine kollektivvertraglichen Leistungen mit der KVWL abge-rechnet wurden, von Ihnen für die Berechnung anfordern.

Stand:

01.01.2019


Informationen zur Ausbildung der nicht-ärztlichen Praxisassistentin / des nicht-ärztlichen Praxisassistenten erhalten Sie bei der Akademie für medizinische Fortbildung:

www.akademie-wl.de/eva


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Antrag 17.09.2019 273
Hausbesuchsprotokoll 05.02.2015 75

Vereinbarung / Vertrag

Vereinbarung

Delegationsvereinbarung, Anlage 8 BMV-Ä in Verbindung mit Abschnitt 3.2.1.2 EBM

 

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Genehmigung
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0231 94 32 33 75
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0231 94 32 10 00
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