Versorgungsqualität

Organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme

Die Durchführung von organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen bestimmt sich nach der Richtlinie des G-BA (Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme – oKFE-RL). Wesentliche Elemente der oKFE-RL sind die regelmäßige Einladung der Versicherten durch die Krankenkassen (Erreichen eines bestimmten Anspruchsalters, danach in programmspezifischen Intervallen), die verbundene Information der Patienten über die jeweiligen Untersuchungen, die personenbezogene Datenverarbeitung und den Datenschutz, Widerspruchsrechte sowie die Durchführung der eigentlichen Untersuchung. Zur Programmbeurteilung bzw. -evaluation werden pseudonymisierte elektronische Dokumentationen der Ärzte, der Krankenkassen und der Krebsregister einbezogen.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen übernehmen in diesem Zusammenhang die Funktion der Datenannahmestellen und leiten die Daten zur datenschutzkonformen Verschlüsselung an eine Vertrauensstelle weiter. Welche Angaben zu dokumentieren sind, ist in der oKFE-RL festgelegt und wird in genauen Spezifikationen vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) veröffentlicht. Eine Zertifizierung der Dokumentationssoftware erfolgt jedoch nicht durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Sofern Ärzte dokumentationspflichtig sind bzw. werden, ist mit dem Softwarehersteller abzuklären, welche Softwareprodukte zum Programm angeboten werden und wann mit der Implementierung gerechnet werden kann.

Achtung: Da es nicht allen Softwareanbietern gelingen wird, zum 01.01.2020 ausreichend funktionale Dokumentationssoftwarelösungen anzubieten, hat der G-BA am 05.12.2019 beschlossen, die Dokumentationsverpflichtungen nach der oKFE-RL zunächst auszusetzen. Die Aussetzung betrifft sowohl das bereits laufende Programm zur Früherkennung von Darmkrebs als auch das zum 01.01.2020 startende Programm zur Früherkennung des Zervixkarzinoms. Das Ende dieser Aussetzung bleibt einer gesonderten Beschlussfassung vorbehalten, die spätestens drei Monate vor dem darin festgelegten Zeitpunkt im Bundesanzeiger veröffentlicht werden muss.

Die Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme finden Sie auf den Seiten des G-BA unter:

Programm zur Früherkennung von Darmkrebs

Darmkrebsfrüherkennung nach oKFE-RL

Das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs ist weiterentwickelt worden und am 19.04.2019 als bundesweit organisiertes Darmkrebsscreening – mit Anpassung der Gebührenordnungspositionen GOP 01737 bis 01741 EBM an die Inhalte der oKFE-RL – neu gestartet.

Einen guten Überblick über die Neuerungen beim Darmkrebsscreening gibt Ihnen diese Praxisinfo sowie eine Themenseite der KBV.

Achtung: Da es nicht allen Softwareanbietern gelingen wird, zum 01.01.2020 ausreichend funktionale Dokumentationssoftwarelösungen anzubieten, hat der G-BA am 05.12.2019 beschlossen, die Dokumentationsverpflichtungen nach der oKFE-RL für das Programm zunächst auszusetzen. Das Ende dieser Aussetzung bleibt einer gesonderten Beschlussfassung vorbehalten, die spätestens drei Monate vor dem darin festgelegten Zeitpunkt im Bundesanzeiger veröffentlicht werden muss.

Programm zur Früherkennung des Zervixkarzinoms

Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung nach oKFE-RL

Die Inhalte des neuen Programms sind in der oKFE-RL festgelegt. Demnach haben Frauen unter 35 Jahren Anspruch auf eine jährliche zytologische Untersuchung; Frauen über 35 Jahre haben alle drei Jahre Anspruch auf einen Ko-Test (zytologische Untersuchung sowie HPV-Test). Die anspruchsberechtigten Frauen erhalten alle fünf Jahre eine Einladung von ihrer Krankenkasse; der Versand wird wie geplant zum 1. Januar 2020 beginnen.

Der Auftrag des Gynäkologen an den Zytologen erfolgt wie bisher mit Muster 39, nur, dass der Überweisungsschein zur präventiven zytologischen Untersuchung entfällt. Ab Januar löst das überarbeitete Muster 39 die bislang geltende Version ab – unbenommen von der Aussetzung der Dokumentationspflichten (siehe unten).

Einen guten Überblick über das neue Programm zur Früherkennung des Zervixkarzinoms gibt Ihnen diese Praxisinfo sowie eine Themenseite der KBV.

Achtung: Da es nicht allen Softwareanbietern gelingen wird, zum 01.01.2020 ausreichend funktionale Dokumentationssoftwarelösungen anzubieten, hat der G-BA am 05.12.2019 beschlossen, die Dokumentationsverpflichtungen nach der oKFE-RL für dieses Programm zunächst auszusetzen. Das Ende dieser Aussetzung bleibt einer gesonderten Beschlussfassung vorbehalten, die spätestens drei Monate vor dem darin festgelegten Zeitpunkt im Bundesanzeiger veröffentlicht werden muss.

Ansprechpartner

Programm zur
Früherkennung von Darmkrebs

Thomas Balhar

0231 94 32 15 60
E-Mail

Programm zur
Früherkennung des Zervixkarzinoms

Christian Dreier

0231 94 32 36 14
E-Mail