Verordnung

Heil- und Hilfsmittel

Heilmittelverordnung

Besonderer Verordnungsbedarf und langfristiger Heilmittelbedarf 2017

 

Ab dem 01.01.2017 gelten die neu überarbeiteten und ergänzten Diagnoselisten der besonderen Verordnungsbedarfe (ehemals Praxisbesonderheiten) und des langfristigen Heilmittelbedarfs. Sie finden hier beide Diagnoselisten in einem Dokument. Die Diagnosen des besonderen Verordnungsbedarfs sind grün hinterlegt, die Langfristdiagnosen grau.

Diagnoseliste (169 KB)

Bitte beachten Sie: Für Versicherte mit langfristigem Heilmittelbedarf können die notwendigen Heilmittel direkt als Verordnung außerhalb des Regelfalls verordnet werden (= max. 12-Wochen-Bedarf), ohne dass zuvor der Regelfall durchlaufen werden muss. Ein Genehmigungsverfahren findet nicht statt.

Weitere Informationen finden Sie in der Patienteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses:

Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs (61 KB)

 

Ab 2017: Heilmittelverordnung mit zertifizierter Software

Elektronisch ausgefüllte Heilmittelverordnungen dürfen ab dem 01.01.2017 nur noch mit einer von der KBV zertifizierten Software durchgeführt werden. Diese enthält laut Gesetz alle wichtigen Regelungen und Informationen zu Heilmittelverordnungen. Die Software soll Ihnen helfen, die Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie korrekt umzusetzen und fehlerfrei zu arbeiten. Zeitaufwendige Nachfragen beispielsweise von Physiotherapeuten oder Logopäden aufgrund fehlerhafter Verordnungen können verhindert bzw. reduziert werden. Da alle Informationen elektronisch hinterlegt sind, brauchen Sie nicht erst im Heilmittelkatalog oder in den Diagnoselisten nachzuschlagen.

Da die Zertifizierung jedoch bis Ende 2016 nicht vollständig abgeschlossen werden konnte, wurde zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband eine Übergangsregelung vereinbart. Demnach können Ärzte bis zum 31.03.2017 auch eine nicht zertifizierte Praxisverwaltungssoftware für die Verordnung von Heilmitteln nutzen.

Ob ein Softwareprodukt für die Heilmittelverordnung zertifiziert ist, kann unter

http://www.kbv.de/html/5614.php

abgerufen oder direkt beim PVS-Anbieter erfragt werden. Wer Vordrucke per Hand ausfüllt, kann dies auch weiterhin tun.

Neues Muster 13 / 14 / 18

Die Verordnungsvordrucke für den Bereich Heilmittel – Muster 13, 14, 18 – werden zum 01.01.2017 um ein zweites ICD-10 Feld ergänzt. Das Ausfüllen des zweiten ICD-10 Felds ist teilweise erforderlich, um besondere Verordnungsbedarfe (ehemals Praxisbesonderheiten) geltend zu machen. Dies betrifft Indikationen im Zusammenhang mit postoperativer Versorgung sowie Myelopathie oder Radikulopathie wie z. B. bei Bandscheibenschäden. Wichtig: Ab dem 01.01.2017 müssen die neuen Vordrucke benutzt werden. Die alten Vordrucke verlieren ihre Gültigkeit und dürfen nicht mehr aufgebraucht werden.

 

Zur Formularbestellung

 

Verordnung von Heilmitteln mit dem Muster 13

Ratschläge für die Verordnung von Heilmitteln mit dem Muster 13

Heilmittel sind ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Therapie. Bei der Verordnung von Heilmitteln ist es unerlässlich das erforderliche Muster richtig auszufüllen um Rückfragen von Therapeuten und Krankenkassen zu vermeiden. Die KVWL hat beispielhaft für das Muster 13 einige praxisrelevante Ratschläge für die Verordnung von Heilmitteln kurz zusammengefasst.

 

Verordnung von Heilmitteln (136 KB)

Richtgrößen für Heilmittelverordnungen

 

Seit 2008 sind in Westfalen-Lippe Richtgrößen im Heilmittelbereich vereinbart worden, um einen sachgerechten und für den Arzt planbaren Einsatz der vorhandenen Ressourcen zu ermöglichen. Dies gibt den Ärzten Verordnungssicherheit.

Nachfolgenden Richtgrößen (in Euro pro Quartal) sind für die verschiedenen Fachgruppen von der KVWL und den Verbänden der Krankenkassen festgelegt worden:

 

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2017

* Altersangabe in Jahren

Gruppe bis 15 * 16-49 * 50-64 * ab 65 *
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 8,11 € 3,95 € 7,51 € 14,01 €
Chirurgen 3,31 € 7,88 € 12,53 € 13,09 €
HNO-Ärzte 26,60 € 2,60 € 3,86 € 3,95 €
Kinder- und Jugendpsychiater 40,88 € 3,80 €    
Kinder- und Jugendärzte 17,76 € 13,60 €    
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 6,10 € 9,94 € 14,73 € 22,34 €
Neurologen 2,82 € 15,09 € 22,06 € 22,49 €
Orthopäden 14,25 € 18,34 € 20,81 € 21,92 €
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 9,85 € 7,58 € 7,92 € 14,59 €
Reha-Ärzte 38,63 € 55,03 € 68,78 € 83,76 €

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2016

Der Gesetzgeber sieht als Regelprüfung für 2016 noch eine Richtgrößenprüfung vor. Daher haben die Vertragspartner auch für die Heilmittel Richtgrößen für 2016 vereinbart. Erstmals enthalten diese aufgrund einer Entscheidung des Bundessozialgerichtes eine Altersgliederung.

* Altersangabe in Jahren

Gruppe bis 15 * 16-49 * 50-64 * ab 65 *
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 7,97 € 3,87 € 7,38 € 13,75 €
Chirurgen 3,25 € 7,73 € 12,30 € 12,85 €
HNO-Ärzte 26,11 € 2,55 € 3,79 € 3,88 €
Kinder- und Jugendpsychiater 40,13 € 3,73 €    
Kinder- und Jugendärzte 17,43 € 13,36 €    
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 5,99 € 9,75 € 14,47 € 21,93 €
Neurologen 2,77 € 14,82 € 21,66 € 22,08 €
Orthopäden 13,99 € 18,01 € 20,43 € 21,52 €
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 9,67 € 7,44 € 7,77 € 14,33 €
Reha-Ärzte 37,92 € 54,02 € 67,53 € 82,23 €

 

Als orientierende Information für Sie und, falls die Praxis-EDV diese spezifischen Richtgrößen nicht abbilden kann, veröffentlichen wir hier zusätzlich entsprechend alter Systematik die Richtgrößen je Fachgruppe nach Versichertenstatus.

Richtgrößen für 2016 nach alter Systematik (PDF -82 KB)

 

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2015

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 5,32 13,95
Chirurgen 8,09 15,34
HNO-Ärzte 8,20 3,83
Kinder- und Jugendpsychiater 32,37 32,37
Kinder- und Jugendärzte 17,31 17,31
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 8,31 28,43
Neurologen 10,60 31,90
Orthopäden 19,33 19,60
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 6,07 20,77
Reha-Ärzte 57,51 86,63

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2014

Die Heilmittel-Richtgrößen gelten für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 5,32 13,95
Chirurgen 8,09 15,34
HNO-Ärzte 8,20 3,83
Kinder- und Jugendpsychiater 32,37 32,37
Kinder- und Jugendärzte 17,31 17,31
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 8,31 28,43
Neurologen 10,60 31,90
Orthopäden 19,33 19,60
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 6,07 20,77
Reha-Ärzte 57,51 86,63

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2013

Die Heilmittel-Richtgrößen gelten für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 5,32 13,95
Chirurgen 8,09 15,34
HNO-Ärzte 8,20 3,83
Kinder- und Jugendpsychiater 32,37 32,37
Kinder- und Jugendärzte 17,31 17,31
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 8,31 28,43
Neurologen 10,60 31,90
Orthopäden 19,33 19,60
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 6,07 20,77
Reha-Ärzte 57,51 86,63

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2012

Die Heilmittel-Richtgröße gilt für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Für den Fall von Auffälligkeiten in den Bereichen Logopädie und Ergotherapie sollen einschließlich für 2012 jedoch nur Beratungen und keine Regresse von der Prüfungsstelle ausgesprochen werden. Aus den gemachten Prüferfahrungen sollen später auch für die Bereiche Logopädie und Ergotherapie Praxisbesonderheiten vereinbart werden.

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 5,32 13,95
Chirurgen 8,09 15,34
HNO-Ärzte 8,20 3,83
Kinder- und Jugendpsychiater 32,37 32,37
Kinder- und Jugendärzte 17,31 17,31
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 8,31 28,43
Neurologen 10,60 31,90
Orthopäden 19,33 19,60
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 6,07 20,77
Reha-Ärzte 57,51 86,63

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2011

Die Heilmittel-Richtgröße gilt für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Für den Fall von Auffälligkeiten in den Bereichen Logopädie und Ergotherapie sollen einschließlich für 2011 jedoch nur Beratungen und keine Regresse von der Prüfungsstelle ausgesprochen werden. Aus den gemachten Prüferfahrungen sollen später auch für die Bereiche Logopädie und Ergotherapie Praxisbesonderheiten vereinbart werden.

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 5,00 13,10
Chirurgen 7,60 14,40
HNO-Ärzte 7,70 3,60
Kinder- und Jugendpsychiater 30,40 30,40
Kinder- und Jugendärzte 16,25 16,25
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 7,80 26,70
Neurologen 9,95 29,95
Orthopäden 18,15 18,40
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 5,70 19,50
Reha-Ärzte 54,00 81,35

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2010

Die Heilmittel-Richtgröße gilt für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Für den Fall von Auffälligkeiten in den Bereichen Logopädie und Ergotherapie sollen einschließlich für 2010 jedoch nur Beratungen und keine Regresse von der Prüfungsstelle ausgesprochen werden. Aus den gemachten Prüferfahrungen sollen später auch für die Bereiche Logopädie und Ergotherapie Praxisbesonderheiten vereinbart werden.

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 4,94 12,96
Chirurgen 6,86 13,08
HNO-Ärzte 7,71 3,58
Kinder- und Jugendpsychiater 30,08 18,80
Kinder- und Jugendärzte 15,85 22,17
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 7,62 25,43
Neurologen 9,71 28,53
Orthopäden 17,69 17,95
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 5,55 19,04
Reha-Ärzte 52,65 79,44

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2009

Die Heilmittel-Richtgröße gilt für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Für den Fall von Auffälligkeiten in den Bereichen Logopädie und Ergotherapie sollen einschließlich für 2009 jedoch nur Beratungen und keine Regresse von der Prüfungsstelle ausgesprochen werden. Aus den gemachten Prüferfahrungen sollen später auch für die Bereiche Logopädie und Ergotherapie Praxisbesonderheiten vereinbart werden.

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 4,83 12,66
Chirurgen 6,70 12,78
HNO-Ärzte 7,53 3,50
Kinder- und Jugendpsychiater 29,39 18,37
Kinder- und Jugendärzte 15,48 21,66
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 7,44 24,84
Neurologen 9,49 27,87
Orthopäden 17,28 17,54
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 5,42 18,60
Reha-Ärzte 51,44 77,61

Richtgrößen für die Heilmittelverordnungen 2008

Für 2008 ist es gelungen, gemeinsam mit den Verbänden der Krankenkassen eine Steigerung von 8,5 Prozent zu vereinbaren. Dies ist eine deutliche positive Abweichung von der Bundesvorgabe, die eine 1,6-prozentige Steigerung vorsieht. Dies trägt der Versorgungsnotwendigkeit in Westfalen-Lippe Rechnung. Um einen sachgerechten und für den Arzt planbaren Einsatz der Ressourcen zu ermöglichen, wurden auch erstmalig Richtgrößen im Heilmittelbereich für 2008 vereinbart. Dies gibt den Ärzten Verordnungssicherheit.

Gruppe M/F R
Allgemeinmediziner, Praktische Ärzte, haus. Internisten 4,39 11,66
Chirurgen 6,46 12,33
HNO-Ärzte 7,53 3,50
Kinder- und Jugendpsychiater 28.36 17,72
Kinder- und Jugendärzte 15,14 21,19
Nervenärzte, FA für Neurologie u. Psychiatrie 7,18 23,97
Neurologen 9,16 26,89
Orthopäden 16,67 16,92
Psychiater, FA für Psychiatrie u. Psychotherapie 5,23 17,95
Reha-Ärzte 51,44 77,61

 

Heilmittel-Richtlinie - Änderungen zum 01.01.2017

 

Zukünftig ist auch unter den Indikationsschlüsseln LY2 und LY3 eine 30-minütige Einheit verordnungsfähig (MLD-30).

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Regelungen zum langfristigen Heilmittelbedarf angepasst.

  1. Bei gelisteten Diagnosen ist in Verbindung mit der jeweils aufgeführten Diagnosegruppe des Heilmittelkatalogs vom Vorliegen eines langfristigen Heilmittelbedarfs auszugehen. Ein Antrags- und Genehmigungsverfahren findet nicht statt. Die notwendigen Heilmittel können direkt als Verordnung außerhalb des Regelfalls verordnet werden (max. 12-Wochen-Bedarf), ohne dass der Regelfall durchlaufen werden muss.
  2. Bei nicht gelisteten Diagnosen mit vergleichbar schweren dauerhaften funktionellen/strukturellen Schädigungen kann der Patient einen Antrag auf Langzeitgenehmigung bei seiner Krankenkasse stellen. Als Grundlage für die Genehmigung patientenindividueller Anträge benötigt die Krankenkasse einen

    formlosen Antrag des Versicherten und

    die Kopie einer gültigen Heilmittelverordnung sowie evtl. Einbeziehung des MDKs.

    Um Nachfragen zu vermeiden sollte sich aus der medizinischen Begründung die Schwere und Langfristigkeit der Schädigung, die Beeinträchtigung der Aktivitäten und der Therapiebedarf eines Versicherten ergeben. Eine Genehmigung darf nicht länger untersagt werden, weil sich das Heilmittel oder die Behandlungsfrequenz im Genehmigungszeitraum ändern könnten. Die Genehmigung kann unbefristet erfolgen, darf aber ein Jahr nicht unterschreiten.

Heilmittel-Einzelpreise in EURO nach Kassenart

Heilmittel-Einzelpreise in EURO nach Kassenart

Stand: Juni 2017 - Quelle: Vergütungslisten / Vergütungsvereinbarungen der Kassenverbände. Die Preisangaben sind ohne Gewähr.

 

Liste der Heilmittelpreise 6/2017 (47 KB)

 

 

Verordnungsfähigkeit von Neurofeedback

Immer wieder werden wir gefragt, ob Neurofeedback im Rahmen der Ergotherapie vom Vertragsarzt verordnet werden kann. Die Neurofeedback - Technik ist nicht als eigenständiges Heilmittel in den Heilmittel - Richtlinien aufgeführt und kann somit nicht gesondert verordnet werden. In der Verordnung sind ausschließlich die in den Heilmittel - Richtlinien aufgeführten ergotherapeutischen Heilmittel anzugeben. Nach Ansicht des GKV - Spitzenverbandes der Krankenkassen kann die Neurofeedback - Technik bei Vorliegen einer entsprechenden medizinischen Indikation im Rahmen der zur Verfügung stehenden ergotherapeutischen Heilmittel (sensomotorisch - perzeptive Behandlung, Hirnleistungstraining / neuropsychologisch - orientierende Behandlung bzw. psychisch - funktionelle Behandlung) vom Ergotherapeuten eingesetzt werden. Voraussetzung für den Einsatz dieser Technik ist, dass hiermit das Behandlungsziel in realistischer Weise erreicht werden kann.

Kurz und knapp: Neurofeedback - Technik ist nicht als eigenständiges Heilmittel verordnungsfähig, kann aber im Rahmen der ergotherapeutischen Heilmittel als Technik eingesetzt werden.

Hilfsmittelverordnung

Hilfsmittelverzeichnis

 

Die Auflistung aller verordnungsfähigen Hilfsmittel ist eine gesetzliche Aufgabe der Spitzenverbände der Krankenkassen. Nicht gelistetet Hilfsmittel sind demnach nur nach Genehmigung durch die betroffene Krankenkasse im Einzelfall verordnungsfähig.

Das "Institut der deutschen Wirtschaft Köln" stellt unter www.rehadat.de kostenlos das GKV-Hilfsmittelverzeichnis mit ca. 20.000 Artikeln zur Verfügung. Die Daten werden dort kontinuierlich aktualisiert. Zusätzlich bietet Ihnen das Institut die Möglichkeit die Informationen auf CD-ROM zu bestellen.

Hinweis: Um zu dem GKV-Hilfsmittelverzeichnis zu gelangen klicken sie auf die "Rubrik Hilfsmittel" und wählen anschließend "Suche im GKV-Hilfsmittelverzeichnis".

Fortschreibung der Produktgruppe 08 „Einlagen“ des Hilfsmittelverzeichnisses

Der GKV-Spitzenverband hat die Produktgruppe 08 „Einlagen“ des Hilfsmittelverzeichnisses fortgeschrieben und an den anerkannten Stand von Medizin und Technik angepasst. Einerseits wurden nicht mehr dem aktuellen Versorgungsstandard entsprechende Einlagenarten - z. B. solche aus Leichtmetall und Edelstahl, aber auch Fersenschalen – gestrichen und andererseits wurden neue Herstellungsverfahren und Abdrucktechniken (2G-Fußscan, 3D-Fußscan) berücksichtigt. Einzelne Begrifflichkeiten in der Produktgruppe wurden überarbeitet, um die Funktionen der Produkte stärker hervorzuheben.

Die fortgeschriebene Produktgruppe 08 „Einlagen“ kann hier eingesehen werden.

 

Serviceheft zur Verordnung von Hilfsmitteln

 

Das Serviceheft der KBV informiert Ärzte über die Verordnung von Hilfsmitteln. Darin werden wichtige Regelungen und Besonderheiten vorgestellt, die bei der Verschreibung von Bandagen oder Hörhilfen zu beachten sind.

Blutzuckermessgeräte, Einlagen, Inhalationsgeräte, Prothesen, Rollstühle, Sitzkissen, Sprachverstärker – es gibt eine Fülle von Hilfsmitteln für verschiedenste Anwendungsgebiete. Was Ärzte zur Verordnung wissen sollten, fasst die neue Broschüre „Hilfsmittel – Hinweise zur Verordnung“ zusammen:

www.kbv.de/media/sp/PraxisWissen_Hilfsmittel.pdf

Hilfsmittel - Ausschreibung von Verträgen

 

Nach einer neuen gesetzlichen Regelung sollen Krankenkassen Verträge für die Versorgung der Patienten mit Hilfsmitteln ausschreiben. Nach der Ausschreibung wird den jeweiligen Ausschreibungsgewinnern Exklusivität für die Belieferung der Versicherten mit Hilfsmitteln garantiert, so dass die Versicherten nicht mehr über andere Sanitätshäuser oder Apotheken mit Hilfsmitteln beliefert werden dürfen. Stattdessen leitet die zuständige Krankenkasse die Verordnung umgehend an den Ausschreibungsgewinner weiter, der das Hilfsmittel an den Versicherten ausliefert.

Es ist die Aufgabe der Krankenkassen und nicht die der Vertragsärzte, ihre Versicherten über die zur Versorgung berechtigten Vertragspartner zu informieren und den Bezugsweg sicherzustellen. Insofern ändert sich für den Vertragsarzt für Verordnung von Hilfsmitteln nichts.

Richtlinien

Heil- und Hilfsmittel-Richtlinien in der Rubrik Recht / Verträge

Videobeitrag

Verordnen von Hilfsmitteln - Hilfsmittelverzeichnis, Zuzahlung und Leihverordnung

Ansprechpartner

Arzneimittel / Sprechstundenbedarf

0231 94 32 39 41

Heilmittel / Hilfsmittel

0231 94 32 39 47