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Qualität zahlt sich aus – KV Westfalen-Lippe verzichtet weiterhin auf die Dokumentationsprüfung der Computertomographie

Aus Verwaltungszeit wird Patientenzeit

Dortmund, den 13.06.2013

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) treibt die Entlastung der Vertragsärzte von reinen Verwaltungsaufgaben weiter voran. Mit Wirkung zum 1.Januar 2013 wurde die zufallsgesteuerte Stichprobenprüfung für den ambulanten Leistungsbereich der Computertomographie (CT) um zwei weitere Jahre, bis zum 31. Dezember 2014, ausgesetzt. Damit müssen die westfälischen Radiologen ihre Behandlungsdokumentationen für weitere zwei Jahre nicht gesondert der zuständigen Qualitätssicherungskommission vorlegen. Die grundsätzliche Pflicht zur exakten Dokumentation bleibt aber weiterhin bestehen und muss von den Radiologen auf Verlangen nachgewiesen werden können.

Bereits zum 1. Januar 2011 verzichtete die KVWL erstmals auf die CT-Dokumenta-tionsprüfungen und setzte diese zunächst bis zum Ende des Jahres 2012 aus. „Unsere Auswertungen haben erneut gezeigt, dass die Dokumentationsqualität computertomographischer Untersuchungen in Westfalen-Lippe nach wie vor vorbildlich ist. Deshalb können wir derzeit auf die Überprüfung der Dokumentationen verzichten. Das ist sowohl für die Ärzte als auch für die Patienten ein Gewinn“, sagte der 1. Vorsitzende der KVWL, Dr. Wolfgang-Axel Dryden. Der behandelnde Arzt solle lieber mehr Zeit für die Behandlung des Patienten erhalten, anstatt für die Vorlage bestimmter Dokumentationsnachweise, so Dryden.

Auf Grund der in § 136 Abs. 2 im Sozialgesetzbuch V geregelten Vorschrift, sind alle KVen verpflichtet, die Qualität der Leistungserbringung in der Computertomographie regelmäßig durch Stichproben zu prüfen. Hierzu fordert die KVWL per Zufallsgenerator nach einem statistisch gesicherten Verfahren vom Arzt die entsprechenden Befundberichte und Bilddokumentationen an. Anschließend werden die Dokumentationen von einer speziellen Qualitätssicherungskommission z.B. in Hinblick auf eine optimierte Durchführung der Untersuchung, die Darstellung der diagnostisch wichtigen Bildinformation und deren fachkundige Auswertung sowie die dokumentierten Ergebnisse im Befundbericht überprüft.

Bei dieser Qualitätssicherung hat sich in den zurückliegenden Monaten wiederholt gezeigt, dass bei den CT-Stichprobenprüfungen regelmäßig ganz überwiegend „geringe“ oder „keine“ Beanstandungen erkannt wurden. Zudem gab es anstelle der „geringen“ Beanstandungen immer häufiger gar „keine“ Beanstandungen. In den Jahren 2008 bis 2010 wurden in Westfalen-Lippe 68 Ärzte mit computertomographischen Leistungen überprüft.

„Ich freue mich über dieses Ergebnis, denn es spiegelt das qualitativ hochwertige Versorgungsniveau der ambulanten Versorgung in Westfalen-Lippe wider. Und die bewiesene Qualität zahlt sich nun dadurch aus, dass wir von der Dokumentationsprüfung vorerst weiter absehen. Dort, wo wir dazu die Möglichkeit sehen flexibel und gleichzeitig arzt-entlastend zu handeln, tun wir es auch“, so Dryden.

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