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Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe appelliert: Auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz überprüfen lassen!

Steigende Zahl von Masernerkrankungen: Auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz überprüfen lassen!

Dortmund, den 18.07.2013

Im Zusammenhang mit der bundesweit steigenden Zahl von Masernerkrankungen appelliert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe an die Bürger, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen. Nachdem das zuständige Robert-Koch-Institut im Jahr 2012 insgesamt 166 gemeldete Masernfälle verzeichnete, waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 905 Meldungen.

Auffällig dabei: Fast die Hälfte der Betroffenen war zwanzig Jahre alt oder älter. Experten führen den deutlichen Anstieg von Maserninfektionen im Erwachsenenalter auf die niedrige Impfquote bei der kombinierten Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) zurück. Studien haben gezeigt, dass mit einer zweiten MMR-Impfung ein deutlich höherer Infektionsschutz erreicht wird.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt daher allen Personen, die nach 1970 geboren sind, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen und ggfs. die zweite Impfung nachzuholen. Auch wer seinen Impfpass nicht mehr zur Hand hat, sollte sich von seinem Arzt beraten lassen. Die Kosten für allgemeine Schutzimpfungen, wie z. B. gegen Masern oder Tetanus, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

"Impfen gehört zu den einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Dabei schützen Impfungen nicht nur den Geimpften: Sind genügend Menschen immunisiert, sind auch ihre Kontaktpersonen besser geschützt. Wie wichtig ein umfassender Impfschutz ist, zeigt die derzeit wieder zunehmende Häufigkeit der Masernerkrankungen", sagt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Impfen ist ein Schwerpunktthema der Präventionsinitiative, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in Kooperation mit den Kassenärztlichen Vereinigungen vor drei Jahren gestartet hat. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung über die Relevanz von Impfungen aufzuklären und so die Impfbereitschaft zu erhöhen.


Weitere Fragen rund um das Thema Impfen beantworten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenberatung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.


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