Presse

Honorarverhandlungen

Einigung in den Honorarverhandlungen zwischen KV Westfalen-Lippe und Krankenkassen

Dortmund, den 28.08.2013

Die Verhandlungen über die Höhe der vertragsärztlichen- und psychotherapeutischen Leistungen in Westfalen-Lippe für das laufende Jahr 2013 wurden gestern Abend erfolgreich beendet. Die Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und der gesetzlichen Krankenkassen einigten sich auf die Eckpunkte eines neuen Honorarvertrages für das Jahr 2013. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der ambulanten Finanzmittel in Höhe von 131 Mio. EUR.

Die vereinbarte Steigerung setzt sich dabei aus mehreren Komponenten zusammen:

Einerseits wurde die so genannte morbiditätsbedingte Gesamtvergütung unter Berücksichtigung der Bundesvorgaben erhöht. Hinzu kommen besondere regionale Maßnahmen, die die ärztliche Versorgung der Patienten in ländlichen Regionen verbessern und die medizinische Betreuung von Pflegeheimbewohnern optimieren sollen. Außerdem einigten sich die Vertragspartner auf die Einführung eines effizienten Wartezeitenmanagements. All diese Maßnahmen führen zu einem Plus von insgesamt 4,7 Prozent. Darüber hinaus honorieren die Krankenkassen die besonderen Anstrengungen der Ärzte in Westfalen-Lippe für eine qualitative und wirtschaftliche Arzneimittelversorgung.

Nach den langwierigen Verhandlungen über diese komplexe Materie wird die jetzt erzielte Einigung sowohl von der KVWL als auch von den Krankenkassen begrüßt. "Mit der (zusätzlichen) Honorierung unseres professionellen Arzneimittelmanagements, das wir gemeinsam mit den Krankenkassen innovativ weiter entwickeln, konnten wir nunmehr ein Gesamtergebnis erzielen, das sich auf insgesamt rund sechs Prozent summiert", sagt Dr. Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der KVWL.

Für die Krankenkassen ist wichtig, dass Honorarsteigerungen auch künftig mit konkreten Leistungsverbesserungen für die Patienten einhergehen. Mit dem gestrigen Abschluss sei der Grundstein für eine weitere Versorgungsverbesserung der Patientinnen und Patienten - insbesondere in ländlichen Regionen und in Pflegeheimen - gelegt. "Damit fließt das Geld künftig noch gezielter dort hin, wo es für die Versorgung der Menschen notwendig ist", so Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Andreas Hustadt, Leiter der vdek-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen unterstrich: "Gemeinsam mit der KVWL werden wir jetzt auch erreichen, dass Patientinnen und Patienten einen dringend benötigten Facharzttermin zügiger erhalten."

Die Vertragspartner in Westfalen-Lippe haben damit erneut den Beweis für eine funktionierende Selbstverwaltung angetreten.

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