Presse

Statement

des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe zum Plan von CDU und SPD, eine Vier-Wochen-Frist für Praxistermine einzuführen.

Dortmund, den 08.11.2013

"Das Thema Wartezeiten auf Behandlungstermine sollte mit Augenmaß und medizinischer Vernunft bewertet werden. Strikte Zeitvorgaben helfen sowohl den Patienten, als auch den Ärzten nicht weiter. Denn dabei bleibt die Frage nach dem Schweregrad der Erkrankung ungeklärt. Eine Vorsorgeuntersuchung beim Facharzt hat andere Voraussetzungen, als ein akuter Schmerzpatient.

Der Landesteil Westfalen-Lippe weist bereits heute die bundesweit geringste Dichte an Vertragsärzten je 100.000 gesetzlich Versicherter auf. Gleichzeitig haben die hiesigen Arztpraxen die bundesweit höchsten Fallzahlen. D.h. die Vertragsärzte in Westfalen-Lippe versorgen bereits heute schon mehr Patienten, als die Vertragsärzte in anderen Bundesländern und wenden mehr Zeit zur Versorgung von Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen auf, als in anderen Regionen. Kämen jetzt noch vorgegebene, pauschale Zeitfenster hinzu, würde unseren Ärzten noch mehr Flexibilität und medizinische Entscheidungsfreiheit genommen. Das würde dem Beruf des Vertragsarztes – vor allem hier in Westfalen-Lippe – aus unserer Sicht einen Bärendienst erweisen und noch mehr junge Mediziner von diesem Beruf abhalten."

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