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Gemeinsame Pressemitteilung der DAK Gesundheit und der KVWL

Augenärztliche Vorsorgeuntersuchung bei Kleinkindern – Neuer Vertrag in Westfalen-Lippe

Dortmund, den 04.02.2014

Die DAK-Gesundheit und die Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) haben mit Wirkung zum 1. Januar 2014 einen Vertrag über eine augenärztliche Vorsorgeuntersuchung bei Kleinkindern vereinbart. Die Vorsorgeuntersuchung umfasst dabei u.a. eine ausführliche Anamnese, eine Sehschärfenmessung sowie eine Refraktionsbestimmung. Darüber hinaus erhalten die versicherten Kinder innerhalb von sieben Werktagen einen Untersuchungstermin.

Das Angebot richtet sich hauptsächlich an alle bei der DAK-Gesundheit versicherten Kinder vom 31. bis zum 42. Lebensmonat. Gehört das Kind zu einer Risikogruppe, kann das Amblyopiescreening bereits bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Monaten durchgeführt werden. Als Risikofaktoren gelten eine bei Eltern oder Geschwistern diagnostizierte Amblyopie, Schielen, größere Fehl- oder Weitsichtigkeit (Anisometropie od. Hyperopie), sowie eine Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche.

Seitens der Ärzteschaft sind alle zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Augenärzte aus dem Bereich Westfalen-Lippe teilnahmeberechtigt – eine gesonderte Teilnahmeerklärung ist nicht erforderlich. Die Vorsorgeuntersuchung wird dem behandelnden Augenarzt mit 40,00 € zusätzlich vergütet.

Dr. Gerhard Nordmann (links) und Peter Mager (rechts)

"Im Kindesalter werden zentrale Weichen für die spätere gesundheitliche Entwicklung gestellt. Umso wichtiger ist es, mögliche Erkrankungen oder Einschränkungen frühzeitig zu erkennen. Mit dem neuen Vertrag leisten wir einen bedeutenden Beitrag, um die Kindesgesundheit in Westfalen-Lippe noch weiter zu verbessern", sagte Peter Mager, Vertragschef der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen.

Auch der 2. Vorsitzende der KVWL, Dr. Gerhard Nordmann, sieht die frühzeitige Entdeckung möglicher Sehschwächen positiv: "Wenn die im frühen Kindesalter entstehende Amblyopie nicht rechtzeitig erkannt wird, können die Augen in den Folgejahren oft keine optimale Sehfähigkeit mehr erlernen. Dieser Verlust kann später kaum noch korrigiert werden. Je früher eine solche Sehminderung erkannt wird, desto besser sind auch die Behandlungsmöglichkeiten."

Neben der Kindesgesundheit soll der Vertrag aber auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Augen- und Kinderärzten fördern.

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