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Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung – KV Westfalen-Lippe fördert positive Fehlerkultur und Behandlungsqualität

Patientensicherheit im Fokus

Dortmund, den 19.02.2014

Das Thema Qualitätssicherung in der Patientenversorgung ist derzeit in aller Munde. So definierte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), aufgefordert durch das Anfang 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz, unlängst Mindeststandards für Risikomanagement- und Fehlermeldesysteme zur Verbesserung der Patientensicherheit in Klinik und Praxis. Ein nach diesen vom G-BA festgelegten Kriterien funktionierendes Fehlermeldesystem gibt es im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) bereits heute schon. Durch das Fehlermeldesystem „CIRS-NRW“ (Critical-Incident-Reporting-System Nordrhein-Westfalen) haben die westfälischen Vertragsärzte und ihre Mitarbeiter die Möglichkeit, anonym, freiwillig und sanktionsfrei über Behandlungsrisiken oder Erfahrungen aus „Beinahefehlern“ ihres Praxisalltages zu berichten. CIRS-NRW bietet damit genau die Eigenschaften, die jetzt vom G-BA festgelegt wurden.

„CIRS-NRW ermöglicht gegenseitiges Lernen aus kritischen Ereignissen. Die Lehren aus den Erfahrungen der ärztlichen Kollegen und deren Medizinischen Fachangestellten kommen nicht nur den Ärzten und ihren Mitarbeitern, sondern vor allem den Patienten zu Gute. Damit steigern wir die Qualität der Patientenversorgung und die Patientensicherheit – ganz so, wie es von der Bundespolitik durch das Patientenrechtegesetz gewollt ist“, sagt der erste Vorsitzende der KVWL, Dr. Wolfgang-Axel Dryden. Neben der KVWL beteiligen sich an CIRS-NRW auch die beiden Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Krankenhausgesellschaft NRW. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin ist für die Bearbeitung und Auswertung der eingegangenen Fälle verantwortlich.

Um die Behandlungsqualität der Patienten kontinuierlich auf hohem Niveau zu halten, bietet die KVWL ihren ärztlichen Mitgliedern auch in Bezug auf das Hygienemanagement in der vertragsärztlichen Praxis ein breites Spektrum an Service- und Beratungsdienstleistungen. So führen Mitarbeiter des KVWL-Geschäftsbereichs Versorgungsqualität auf Wunsch des niedergelassenen Arztes spezielle Inspektionen der Praxis nach den Maßgaben des Infektionsschutz- und des Medizinproduktegesetzes durch. Ziel ist es, den Vertragsarzt und seine Praxis auf mögliche Begehungen der Praxis durch öffentliche Gesundheitsbehörden vorzubereiten. Weiterhin geben die Fachleute der KVWL umfassende Hilfestellungen bei der Erstellung von Hygieneplänen und unterstützen ärztliche und psychotherapeutische Mitglieder bei der Einführung und Weiterentwicklung des praxisinternen Qualitätsmanagements.

„Die Qualitätssicherung in der ambulanten Patientenversorgung ist ein elementarer Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Die Unterstützungsleistungen der KVWL erleichtern dabei nicht nur die ärztliche Tätigkeit in den Praxen, sondern verbessern und fördern auch die Patientensicherheit in Westfalen-Lippe“, so Dryden.

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