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Erfolgreich zertifiziert – KV Westfalen- Lippe erkennt Gesundheitsregion Siegerland offiziell als 1. Praxisnetz an

"Vorbildliche ärztliche Zusammenarbeit"

Dortmund, den 10.03.2014

Die Gesundheitsregion Siegerland GbR (GRS) ist ab sofort ein offiziell von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) anerkanntes Praxisnetz. Als erstes Praxisnetz im Raum Westfalen-Lippe erfüllt die GRS damit die umfassenden qualitativen und strukturellen Rahmenvorgaben der Kassenärztlichen Bundevereinigung (KBV) nach § 87b Abs. 4 SGB V und der darauf basierenden Praxisnetz-Richtlinie der KVWL. "Ich freue mich über das große Engagement und das hohe Maß an Verantwortung, das die Kolleginnen und Kollegen im Raum Siegen übernehmen. Die GRS ist ein Praxisnetz mit Modellcharakter und musterhaft für andere Netze in Westfalen-Lippe. Die wohnortnahe Patientenversorgung wird sich durch die vorbildliche ärztliche Zusammenarbeit des Siegener Netzes noch weiter verbessern", sagt Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL. Die im Siegener Netz praktizierte innerärztliche Zusammenarbeit steigere nach Ansicht Nordmanns erheblich sowohl die Qualität, als auch die Effektivität der vertragsärztlichen Versorgung.

Das Bild zeigt den ärztlichen Leiter der GRS, Dr. Martin Mansfeld (links), mit dem 2. KVWL-Vorsitzenden, Dr. Gerhard Nordmann, bei der Übergabe des Zertifikates.

Um nach den Vorgaben von KBV und KVWL anerkannt zu werden, müssen neben Hausärzten mindestens drei weitere fachärztliche Gruppen im Praxisnetz organisiert sein. Am Netz müssen mindestens 20 Praxen teilnehmen. Ein ärztlicher Leiter, eine Geschäftsführung sowie eine eigene Geschäftsstelle sollen darüber hinaus eine professionelle Prozesskoordination vor Ort garantieren. Klar definierte und formulierte Versorgungsziele des Netzes tragen zudem zu einer nachhaltig verbesserten örtlichen Patientenversorgung bei.

Die GRS besteht als Praxisnetz bereits seit 1998 und hat aktuell 81 ärztliche Mitglieder verteilt auf 56 Praxen. Im Oktober des vergangenen Jahres erfolgte für die GRS der Startschuss durch die Unterzeichnung eines eigenständigen Versorgungsvertrages mit den gesetzlichen Krankenkassen AOK NORDWEST, Barmer GEK, DAK-Gesundheit und der Techniker Krankenkasse und der KVWL. In dem Vertrag verpflichten sich die Siegener Ärzte, bestimmte medizinische Versorgungsbereiche, wie zum Beispiel wirksame und wirtschaftliche Arzneimitteltherapien älterer Patienten oder die Versorgung von Pflegeheimbewohnern, in fachlicher Kooperation innerhalb des Netzes zu verbessern. Weitere Versorgungsziele des Netzes sind eine verbesserte häusliche Versorgung immobiler Patienten, ein gezieltes Wundmanagement sowie eine erhöhte Gesundheitsförderung (Prävention).

Der ärztliche Leiter der GRS, Dr. Martin Mansfeld, formuliert die Ziele des Praxisnetzes wie folgt: "Immer mehr ältere und kränkere Menschen müssen von zunehmend weniger Ärzten und Fachkräften im Siegener Raum versorgt werden. Unser Zusammenschluss wird dafür sorgen, dass die Patienten bei steigender Arbeitsbelastung der Arztpraxen dennoch gut versorgt werden. Dabei denken wir heute schon die Anforderungen der nächsten Jahre und haben es uns zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den gesetzlichen Krankenkassen und der KVWL sinnvolle Konzepte zu entwickeln, um diesem negativen Trend entgegenzuwirken. Wir wollen die Medizin für Arzt und Patient zukunftssicher machen."

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