Presse

Gemeinsame Presseinformation der KV Nordrhein und Westfalen-Lippe

116117 ist ab 1. Juli alleinige Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdiensts in NRW

Düsseldorf / Dortmund, den 02.06.2014

Der ambulante ärztliche Bereitschaftsdienst in Nordrhein-Westfalen ist ab dem 1. Juli 2014 nur noch über die bundesweite und kostenfreie Rufnummer 116117 erreichbar. Die für Anrufer kostenpflichtige Rufnummer 0180 50 44 100 wird dann abgeschaltet. Anrufer, die die alte Nummer wählen, hören noch bis zum Ende des Jahres eine Bandansage, die auf die 116117 hinweist.

Über die 116117, die sich nach ihrer bundesweiten Einführung im Frühjahr 2012 rasch etabliert hat, erreichen schon heute rund 80 Prozent der Anrufer aus Nordrhein-Westfalen außerhalb der Praxisöffnungszeiten die Arztrufzentrale NRW in Duisburg. Die Arztrufzentrale, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe betrieben wird, teilt Anrufern unter anderem mit, wo sich die nächstgelegene ambulante Notdienstpraxis befindet und wann sie geöffnet hat. Zudem geben die Disponenten Auskunft über regionale augen-, HNO- oder kinderärztliche Bereitschaftsdienste. Für Patienten, die nicht in der Lage sind, die Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigungen aufzusuchen, koordiniert die Arztrufzentrale Hausbesuche im Rahmen des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes, also außerhalb der Praxisöffnungszeiten.

Die 116117 (Fax-Nummer für Sprach- und Hörgeschädigte 0800 58 95 210 – Kontaktformular im Internet) ist aus dem Mobil- und Festnetz kostenfrei zu folgenden Zeiten erreichbar:
Montag, Dienstag, Donnerstag
von 18 bis 8 Uhr am Folgetag
Mittwoch und Freitag
von 13 bis 8 Uhr am Folgetag
Samstag, Sonntag, Feiertage
von 8 bis 8 Uhr am Folgetag
Wichtig: Die 116117 ist keine Notfallnummer. In lebensbedrohliche Situationen muss über die 112 der Rettungsdienst verständigt werden.

Welche Dimension der ambulante ärztliche Notfalldienst in Nordrhein-Westfalen hat, zeigt die Zahl der Anrufe in der Arztrufzentrale: 2013 nahmen die Mitarbeiter in Duisburg insgesamt rund 1 Million Anrufe entgegen, die meisten davon an Wochenenden und Feiertagen. An einem normalen Wochentag bearbeitet die Arztrufzentrale im Schnitt etwa 1.200 Anrufe, an Wochenenden sind es pro Tag etwa 7.000. An einzelnen Weihnachtstagen im vergangen Jahr wurden sogar über 10.000 Anrufe gezählt.

Im Durchschnitt wird ein Anruf innerhalb von nur 30 Sekunden angenommen – zu Spitzenzeiten aber kann es zu Wartezeiten kommen. Wer in der Warteschleife landet, sollte nicht auflegen, damit er sich beim erneuten Anruf nicht wieder "hinten anstellen" muss: Die Anrufe werden in der Reihenfolge ihres Eingangs abgearbeitet. An Wochenenden und Feiertagen mit besonders vielen Anrufen und Einsätzen wird das Personal in der Arztrufzentrale NRW aufgestockt. Dann sind auch mehr Ärztinnen und Ärzte im Bereitschaftsdienst im Einsatz als sonst.

Weitere Informationen zu den Bereitschaftsdienstpraxen in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter www.kvno.de

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