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Hausärztliche Versorgung in Schmallenberg-Bödefeld – Besonderer Sicherstellungsbedarf festgestellt

KV Westfalen-Lippe stellt finanzielle Förderung bereit

Dortmund, den 17.06.2014

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) fördert ab sofort die hausärztliche Versorgung in Schmallenberg-Bödefeld. Im Rahmen dieser Förderung werden von nun an Lösungsmaßnahmen finanziell unterstützt, die zur Sicherstellung der örtlichen hausärztlichen Versorgung beitragen. So kann die KVWL zukünftig z.B. eine Umsatzgarantie oder ein Darlehen zum Aufbau einer neuen Hausarztpraxis/-filiale in Bödefeld gewähren. Auch die Übernahme von Umzugs- sowie Praxis-Einrichtungskosten ist möglich. Der Ortsteil Schmallenberg-Bödefeld ist dabei der erste Standort in Westfalen-Lippe, den die KVWL zum Zweck der Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung in ihr offizielles Förderverzeichnis aufnimmt. Anlass ist die vor wenigen Wochen erfolgte Schließung/Aufgabe der einzigen Hausarztpraxis im Ort und die dadurch entstandene lokale Versorgungslücke.

"Wir haben uns die Situation in Bödefeld genau angesehen und schließlich einen besonderen Sicherstellungsbedarf festgestellt. Obwohl der Bereich Schmallenberg zwar insgesamt betrachtet eine gute hausärztliche Versorgungsquote von ca. 98% aufweist, reagieren wir hier unabhängig von statistischen Werten auf die spezielle geographische Lage des Ortsteils", sagt Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL.

Eine Analyse der KVWL ergab, dass die nächstgelegenen Hausarztpraxen erst im Umkreis von etwa zehn Kilometern erreichbar sind und zudem selbst kaum noch weitere Patienten aufnehmen können. "Es besteht Handlungsbedarf und ich wünsche mir, dass wir mit unseren Förderungsmaßnahmen einen Hausarzt für ein Tätigkeitsmodell in Bödefeld gewinnen können", so Nordmann.

Auch die Verwaltung der Stadt Schmallenberg kündigte ihrerseits an, sich aktiv an möglichen Lösungsvarianten für die hausärztliche Versorgung Bödefelds zu beteiligen. So sollen interessierte Mediziner künftig von der Gemeinde in Fragen der Raumsituation oder des medizinischen Personals unterstützt werden. "Ich freue mich, dass sich die KVWL mit Nachdruck für den Standort Bödefeld einsetzt und hoffe, dass wir gemeinsam Erfolg haben. Für die Einwohner Bödefelds und auch das Umland ist unser Engagement ein wichtiges Signal für die ärztliche Versorgung auf dem Land", sagt Bernhard Halbe, Bürgermeister der Stadt Schmallenberg.

Über die grundsätzliche Gewährung und den Umfang der jeweiligen finanziellen Förderung aus den Mitteln der KVWL entscheidet der KVWL-Vorstand auf Antrag eines interessierten Mediziners. Grundlage bildet dabei die Sicherstellungsrichtlinie der KVWL, in der mögliche Förderungsmaßnahmen für Regionen mit besonderem Sicherstellungsbedarf festgehalten sind.

Interessierte Ärzte, die sich jetzt über Details der förderungsfähigen Maßnahmen informieren möchten, können sich entweder telefonisch unter 0231 - 94 32 94 00 oder per E-Mail (praxisberatung@kvwl.de) an die KVWL wenden.

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