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6. Jahreskongress der KV Westfalen- Lippe stand im Zeichen ärztlicher Zusammenarbeit und Vernetzung

Ärztenetze - Keimzellen für ein kooperatives Gesundheitswesen

Dortmund, den 28.06.2014

Am heutigen Samstag, den 28. Juni 2014, fand der 6. Jahreskongress der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) im Dortmunder Ärztehaus statt. Unter dem Motto „Zusammenarbeit macht stark - Ärztliche Kooperation in Westfalen-Lippe“ diskutierten rund 100 Gäste aus dem Gesundheitswesen und der Politik über Chancen und Möglichkeiten ärztlicher Vernetzung.

In den Vorträgen wurde deutlich, dass Ärztenetze innerhalb des ambulanten Versorgungsbereiches eine immer bedeutendere Rolle einnehmen. Denn häufig sind sie die Keimzellen für neue, regionale Versorgungsmodelle, in denen innovative und sektorenübergreifende Konzepte erstmals umgesetzt werden. Durch ihre vernetzten Strukturen geben sie dem einzelnen Netzmitglied dabei kollegialen Rückhalt und fördern zugleich den innerärztlichen Wissens- und Informationsaustausch. Weiterer Vorteil: Ein gut eingespieltes Ärztenetz kann jungen Medizinern den Einstieg in die Niederlassung erleichtern und somit dazu beitragen, Sicherstellungsprobleme aktiv zu lösen.

In den Diskussionen des Tages wurde aber auch ein weiterer Punkt deutlich: Um das große Potenzial ärztlicher Vernetzung zukünftig noch stärker nutzen zu können, bedarf es entsprechender innovationsfreudiger Rahmenbedingungen. Durch das Versorgungsstrukturgesetz sowie die Ankündigungen im Koalitionsvertrag habe der Gesetzgeber zwar bereits wichtige Schritte eingeleitet, die Netzförderung müsse aber noch weiter ausgebaut werden. Konkret wurde hierbei die 2. KBV-Vorsitzende, Dipl.-Med. Regina Feldmann. Sie unterbreitete den Vorschlag, für die zukünftige Förderung des Auf- und Ausbaus von Praxisnetzen Gelder aus dem von der Koalition geschaffenen Innovationsfonds bereitzustellen.

Abgerundet wurde der KVWL-Jahreskongress mit fünf Best-Practice-Beispielen westfälisch-lippischer Ärztenetze, die ihre erarbeiteten und schon heute in die Tat umgesetzten Versorgungsmodelle, beispielsweise im Bereich Pharmakotherapie, telematischer Wundkonferenz oder der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen präsentierten. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen dann u.a. die gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Maria Klein-Schmeink, sowie der Vorstand des BKK-Dachverbandes, Franz Knieps, teil.

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