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Gemeinsame Presseinformation der BARMER GEK NRW, DAK-Gesundheit, des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (Landesverband Westfalen) und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe

Neuer Vertrag in Westfalen-Lippe seit 1. Juli 2014: Versorgungs-Assistentinnen entlasten Nervenärzte

Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt, den 24.07.2014

Gemeinsam mit der BARMER GEK NRW und der DAK-Gesundheit hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) einen neuen Vertrag über den Einsatz von Entlastenden Versorgungsassistentinnen im Bereich Neurologie und Psychiatrie vereinbart. Auf Grundlage des Vertrages ist es nun möglich, dass Absolventinnen der Fortbildung zur „Entlastenden Versorgungsassistentin in der Neurologie und Psychiatrie (EVA-NP)“ im Bereich Westfalen-Lippe erstmals ambulant eingesetzt werden können. Bei der Erarbeitung des Vertrages wurden die Vertragspartner auch vom Landesverband Westfalen des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) sowie der Akademie für medizinische Fortbildung der KVWL und der Ärztekammer Westfalen-Lippe unterstützt.

Auf Delegation des Arztes hin dürfen die EVA-NPs ab sofort Medikamentenchecks übernehmen, Behandlungstermine der Patienten koordinieren sowie Haus- oder Heimbesuche durchführen. Anspruchsberechtigt sind Versicherte der BARMER GEK und der DAK-Gesundheit in Westfalen-Lippe, bei denen eine Krankheit, wie z.B. Demenz, Multiple Sklerose oder Schlaganfall ärztlich gesichert diagnostiziert wurde. Die Teilnahme ist für die Patienten kostenlos.

„Unser Vertrag ist bundeweit einmalig und wird Maßstäbe setzen. Dass nun auch Fachärzte Entlastende Versorgungsassistentinnen einsetzen können, wird Ihnen mehr zeitlichen Freiraum für die Behandlung weiterer Patienten ermöglichen und zugleich die Versorgungsqualität und Zufriedenheit der Patienten fördern“, beschreiben Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK NRW sowie Dr. med. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL die Ziele des Vertrages. Gleichzeitig werde auch eine zentrale Forderung der Politik, das Angebot delegierbarer ärztlicher Leistungen zu fördern und sukzessive auszubauen, in konkreter Vertragsform umgesetzt. „Dieser Vertrag verdient wirklich die Bezeichnung zukunftsweisend. Patienten und Ärzte werden davon profitieren", sagt Peter Mager, Vertragschef der DAK-Gesundheit in NRW.

Auch der BVDN begrüßt die neue Vertragsvereinbarung und die damit verbundenen positiven Auswirkungen auf den täglichen Praxisbetrieb: „Wir freuen uns, dass die EVA-NPs die Ärzte künftig spürbar entlasten können. Vor allem bei der intensivierten Versorgung von Alten- und Pflegeheimbewohnern wird sich die Unterstützung schnell bewähren“, sagt der BVDN-Bundesvorsitzende Dr. med. Frank Bergmann.

Seitens der Ärzteschaft können alle im Bereich der KVWL zugelassenen Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, für Nervenheilkunde, für Neurologie und für Psychiatrie dem Vertrag beitreten sofern sie in der eigenen Praxis eine entsprechend ausgebildete EVA-NP Fachkraft beschäftigen. Diese muss das Fortbildungscurriculum „Entlastende Versorgungsassistentin / Schwerpunkt Neurologie und Psychiatrie (EVA-NP) der Ärztekammer Westfalen-Lippe“ erfolgreich absolviert haben und über eine ununterbrochene Berufstätigkeit von mindestens drei Jahren in einer neurologischen oder psychiatrischen oder nervenärztlichen Praxis verfügen. Für die Haus- oder Heimbesuche beträgt die Vergütung im Quartal je Versichertem 17 €. Die darüber hinaus von den EVA-NPs erbrachten Leistungen werden ebenfalls je Versicherten mit einer Quartalspauschale in Höhe von 15 € vergütet.

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