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Kassenärzte in Westfalen-Lippe rufen zur Grippeschutz-Impfung auf

Herbstzeit ist Impfzeit!

Dortmund, den 15.10.2014

Alle Jahre wieder steht mit dem Herbst die kalte Jahreszeit vor der Tür. Folglich haben auch die Grippeviren bald wieder "Hochkonjunktur". Um sich wirksam vor der Virusinfektion zu schützen, sollten sich vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem impfen lassen. Der Oktober bietet sich dafür besonders an, da der Körper erst einige Zeit nach der Impfung den kompletten Immunschutz aufgebaut hat – rechtzeitig vor Beginn des klassischen Erkältungsmonats November.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ruft auch in diesem Jahr wieder zu dem kleinen Piks auf. "Ich rate insbesondere chronisch Kranken und Über-60-Jährigen, sich impfen zu lassen. Aber auch Schwangeren und allen Arbeitnehmern, die täglich regem Publikumsverkehr ausgesetzt sind – etwa im Bus oder der Bahn – lege ich eine Impfung nahe", sagt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der KVWL.

Seinen deutlichen Appell zur diesjährigen Grippeschutzimpfung begründet der KVWL-Chef vor allem mit der nachlassenden Impfbereitschaft der Bevölkerung. So sank die Anzahl der Grippeschutz-Impfungen im gesamten Münsterland im Vergleich der Jahre 2011 zu 2013 um rund 24.000 (2011: 210.843, 2013: 187.351). Besonders deutlich gingen die Impfungen dabei in den Kreisen Steinfurt und Warendorf zurück: Ließen sich im Jahr 2011 noch rund 60.500 Steinfurter "piksen", waren es 2013 rund 9.000 Grippeschutz-Impfungen weniger (ca. 51.270). Im Kreis Warendorf sank die Anzahl der Impfungen von rund 39.450 im Jahr 2011 auf ca. 33.750 in 2013.

Dryden: "Schutzimpfungen – wie z.B. gegen die Grippe – sind nicht nur Individualschutz, sondern zugleich auch Gruppenschutz. Wenn genügend Menschen immunisiert sind, haben die Viren kaum eine Chance auf eine größere Verbreitung. Hier ist auch das Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Mitmenschen gefordert."

Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeimpfung grundsätzlich für Personen über 60 Jahre. Ebenso für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem chronischen Grundleiden (z.B. chronische Atemwegserkrankungen, Herz- oder Kreislaufleiden, Leber- oder Nierenerkrankungen oder auch Stoffwechselkrankheiten). Zudem sollten auch Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen eine Grippeimpfung mit ihrem Haus- oder Facharzt besprechen.

Für gesetzlich Versicherte, die zu einer der o.g. Gruppen zählen, übernehmen die Krankenkassen die Impfkosten. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten aber auch für Versicherte, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Versicherte sollten sich deshalb vorab bei ihrer Krankenkasse über eine Kostenübernahme erkundigen.

Weitere Fragen rund um das Thema Impfen beantworten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenberatung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der KVWL.

Servicetelefon: 02 51 / 929 90 00
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Internet: www.patientenberatung-wl.de

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