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Start für Projekt „eArztbrief“ – KV Westfalen-Lippe fördert die Arzt-zu-Arzt-Kommunikation

In Bochum kommt der Arztbrief jetzt auf Knopfdruck

Dortmund, den 23.10.2014

Seit gut zwei Wochen kommt der elektronische Arztbrief zwischen Ärzten in Bochum, Herne und dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem einfachen Klick. Zum 1. Oktober starteten Haus- und Fachärzte gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) das Projekt „eArztbrief“. Ziel ist es, die Vernetzung und Kommunikation von Ärzten im ambulanten und stationären Bereich zu fördern und zu vereinfachen. Insgesamt 300 niedergelassene Ärzte und fünf Klinikverbünde werden an dem Projekt teilnehmen. „Durch die Nutzung und Erprobung von innovativen Telematik-Anwendungen wollen wir darüber hinaus auch den Arztmangel in ländlichen Gebieten kompensieren“, beschreibt Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KVWL ein weiteres Projektziel. Aus diesem Grund erstrecke sich die Testregion auch über die Stadt Bochum hinaus bis in die ländlichen Teile des Ennepe-Ruhr Kreises, so Kriedel.

Dass das Projekt den Alltag der teilnehmenden Arztpraxen dabei spürbar vereinfachen wird, betont auch Dr. Eckhard Kampe, Projektkoordinator und zugleich Bezirksstellenleiter der KVWL für die Region Bochum/Ennepe-Ruhr: „Der eArztbrief spart uns vor allem Zeit und Kosten. Zudem können wir den Briefen problemlos Bilder anhängen und die Daten anschließend archivieren. Ich freue mich, dass wir diesen sicheren Weg der Arzt-zu-Arzt-Kommunikation in unserer Region testen können.“

Neben der arztentlastenden Komponente weist das Projekt aber vor allem auch aus technischer Sicht eine Besonderheit auf: Erstmalig konnte erreicht werden, dass die eArztbriefe nun zwischen Praxisverwaltungssystemen (PVS) unterschiedlicher Hersteller ausgetauscht werden können. Hierzu führte die KVWL in den zurückliegenden Monaten zusammen mit PVS-Herstellern, die den eArztbrief in ihr Primärsystem integriert haben, umfangreiche Funktionstests – so genannte „Interoperabilitätstests“ –durch. Etwaige Störungen und Schnittstellenabweichungen wurden dadurch bereits im Vorfeld des Projektes erkannt und erfolgreich behoben. Als gemeinsame „Kommunikationskanäle“ nutzen die Projektteilnehmer ab sofort die Komponenten KV-SafeNet, KV-CONNECT sowie KV-CONNECT eArztbrief. Integriert ist diese Anwendung in den Systemen von CompuGroup (Albis, CompuMed M1, Medistar, Turbomed) Duria, Interdata und Visus.

„Wir werden das Projekt kontinuierlich evaluieren und die Inhalte stufenweise ausbauen. Unser Fernziel ist es, die hier in der Modellregion Bochum gesammelten Erkenntnisse über einzelne Verfahren und Systeme dann in den Aufbau landesweiter Telematik-Strukturen einfließen zu lassen. Das Ziel des Gesetzgebers, Telematik in der Medizin zu fördern, setzen wir mit dem Projekt in die Tat um “, so Kriedel. Für das kommende Jahr 2015 kündigte Kriedel zudem die Erweiterung des eArztbrief-Projektes auf die Bereiche Einweisungs- und Entlassmanagement in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden, örtlichen Krankenhäusern an.

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