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Vor der Urlaubszeit - Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe empfiehlt, den Impfschutz zu überprüfen

Unbeschwert in die schönste Zeit des Jahres

Dortmund, 10. Juni 2015

Die Gefahr, eine Infektionskrankheit als Souvenir von einer Reise mit nach Hause zu bringen, ist größer als viele Reisende denken. Kurz vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen appelliert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) deshalb an alle Urlauber, ihren Impfschutz zu überprüfen. „Wer eine Reise plant, sollte auch an seinen Impfschutz denken. Das gilt nicht nur für Fernreisen“, betont Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der KVWL. Auch wer beispielsweise zum Wandern nach Baden-Württemberg, Bayern, Süd-Hessen oder Thüringen fahre, sollte gegen die von Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) geimpft sein.

Besonders bei Fernreisen sollten die Schutzimpfungen rechtzeitig eingeplant werden. Nicht wenige Touristen infizieren sich vor allem in Ländern mit einem warmen oder tropischen Klima mit Krankheitserregern, die dort verbreitet sind. Dabei gibt es für viele solche Erkrankungen einen wirksamen Schutz: die Impfung oder die medikamentöse Vorbeugung.

Die richtige Vorsorge ist abhängig vom Reiseziel, der Art der Reise (Pauschalreise oder Trekking-Tour) und dem persönlichen Risiko, etwa aufgrund einer Vorerkrankung. Zu beachten ist außerdem, dass für die Einreise in einige Länder eine Impfpflicht gegen bestimmte Krankheiten (beispielsweise Gelbfieber) bestehen kann.

Reisende sollten sich spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt von ihrer Ärztin beziehungsweise ihrem Arzt über den passenden Impfschutz beraten und eventuelle Impflücken schließen lassen. So bleibt genügend Zeit, den nötigen Impfschutz aufzubauen. Denn für einen wirksamen Schutz sind manchmal mehrere Impfungen notwendig.

Nach der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses müssen die Kosten für klassische Reiseschutzimpfungen wie zum Beispiel gegen Hepatitis A und B, Cholera, Gelbfieber, Tollwut oder Typhus, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Immer mehr Krankenkassen bieten die Kostenübernahme jedoch als Satzungsleistung an, so dass sich eine Anfrage bei der Krankenkasse lohnen kann.

Weitere Fragen rund um das Thema Impfen beantworten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gemeinsamen Patientenberatung der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung in Westfalen-Lippe:


Patientenberatung Westfalen-Lippe

0251/929 9000

montags - donnerstags: 9:00 - 16:00 Uhr
freitags: 9:00 - 11:00 Uhr

Internet: www.patientenberatung-wl.de

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