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Gemeinsame Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe:

Neuer Vertrag zwischen der TK und der KVWL

Psychotherapeutische Beratung für Familien mit Kindern von schwererkrankten Eltern

Düsseldorf / Dortmund, 1. Juli 2015

Kinder von schwerkranken Patienten entwickeln oft Ängste und Sorgen. Um diese zu lindern und die Kinder vor psychischen Erkrankungen zu schützen, haben die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die Techniker Krankenkasse (TK) einen neuen Versorgungsvertrag geschlossen. Familien mit minderjährigen Kindern können ab dem 1. Juli psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Einzige Voraussetzung: Die schwer erkrankte Mutter oder der Vater muss TK-versichert sein – es ist unerheblich, welcher Krankenkasse der andere Elternteil beziehungsweise die Kinder angehören.

Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung in NRW: „Wird ein Elternteil schwer krank, gerät die familiäre Geborgenheit ins Wanken. Oft sind Erwachsene in dieser Situation so mit sich selbst beschäftigt, dass sie die Überforderung und Nöte der Kinder und Jugendliche übersehen. Ihnen Hilfe durch professionelle Ansprechpartner zu geben, ist uns sehr wichtig." Die TK übernimmt die Kosten von bis zu acht Beratungssitzungen je 50 Minuten: Teilnehmende Psychotherapeuten und Ärzte beraten die Familie zunächst in zwei Sitzungen. Anschließend kann ein flexibles Beratungsangebot von bis zu sechs weiteren Sitzungen mit den Erziehungsberechtigten oder anderen engen Bezugspersonen und den Kindern erbracht werden. Eltern und Kinder können gemeinsam oder in getrennten Sitzungen beraten werden.

„Kinder haben feine Antennen und nehmen die veränderte Situation, wenn ihre Mutter oder ihr Vater schwer erkrankt ist, besonders intensiv wahr“, erläutert Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL. „Die Kinder trauen sich dann aber oft nicht, über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen.“ Genau hier setze der neue Vertrag an. Nordmann: „Es ist gut, dass die TK bereit ist, eine weitere Versorgungslücke zu schließen und die teilnehmenden Psychotherapeuten und Ärzte dafür auch außerhalb des engen Vergütungsbudgets zu bezahlen.“

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