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Gemeinsame Pressemitteilung der BARMER GEK und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe

Neuer Vertrag zwischen der BARMER GEK und der KVWL im Benehmen mit dem Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands

Patienten mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung werden besser versorgt

Dortmund, 15. September 2015

Bei Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) sieht das Immunsystem Teile des Magen-Darm-Trakts als fremd an und verursacht dort entzündliche Veränderungen. Krampfartige Bauchschmerzen und anhaltende Durchfälle sind dann die häufigsten Symptome. Die Betreuung dieser Patienten ist besonders zeitaufwendig und intensiv. Auch der Einsatz der in vielen Fällen angezeigten Arzneimitteltherapie ist komplex und bedarf einer engmaschigen Überwachung, aber auch der intensiven Motivation der Patienten. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die BARMER GEK – im Benehmen mit dem Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng), Regionalgruppe Westfalen-Lippe – einen neuen Strukturvertrag geschlossen. Der bng, vertreten durch PD Dr. Bernd Bokemeyer (Vorstand Kompetenznetz CED und bng-Fachgruppenkoordinator CED) und Dr. Ulrich Tappe (Regionalvorsitzender der Region Westfalen-Lippe), bemüht sich seit vielen Jahren um die Verbesserung der Behandlung der steigenden Zahl von CED Patienten.

„Der Vertrag kommt sowohl den Patienten als auch den Ärzten zugute“, betont Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL, – „die Patienten profitieren von einer intensiveren Behandlung durch ausgewiesene Spezialisten und den Ärzten wird ihr Mehraufwand für die Betreuung der CED-Patienten honoriert.“ Nur spezialisierte Gastroenterologen, die den Nachweis eines gültigen Zertifikates „CED-Schwerpunktpraxis im bng“ oder die Betreuung von mehr als 50 CED-Patienten pro Jahr und Praxis nachweisen und sich regelmäßig fortbildeten, dürfen sich an dem „Vertrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)“ beteiligen, erläutert Nordmann. Diese Ärzte erhielten dann eine Strukturzulage pro CED-Patient je Quartal. Nordmann: „Darüber hinaus gewinnen die Ärzte Verordnungssicherheit, weil durch den automatischen Beitritt zu den entsprechenden Rabattverträgen die Verordnungen der Biologika in der Wirtschaftlichkeitsprüfung komplett unberücksichtigt bleibt.“

„Für die Betroffenen bedeutet dieser Vertrag mehr Lebensqualität. Sie erhalten eine Behandlung, die den medizinischen Fortschritt sowie neue Wirkstoffe berücksichtigt“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Nordrhein-Westfalen. Die Erfahrungen bei der Versorgung von chronisch Kranken zeigen: „Ein eigenverantwortlicher Umgang mit der Erkrankung unterstützt Patienten zudem dabei, bei ihrer Therapie motiviert zu bleiben.“

In Deutschland sind etwa 400.000 Patienten an Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn (MC) erkrankt. Die beiden Autoimmunerkrankungen werden als chronisch entzündliche Darmerkrankungen zusammengefasst. Ungefähr 50 bis 70 Prozent der Patienten haben eher schwere, komplexe Verläufe, die die intensiven Therapiemaßnahmen benötigen.

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