Presse

Zum Start der Grippesaison: Vor allem ältere und chronisch kranke Patienten sollten sich impfen lassen

Kassenärzte in Westfalen-Lippe raten zur Grippeschutzimpfung

Dortmund, 25. September 2015

Die Nase läuft, der Hals schmerzt, Kopf und Glieder tun weh. Einen normalen grippalen Infekt kennt jeder – eine „echte“ Grippe, die saisonale Influenza, zum Glück nicht. „Zwar sind ihre Symptome ähnlich, die Erkrankung verläuft aber häufig viel schwerer: Schlagartig treten hohes Fieber, heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auf, lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungenentzündung sind möglich“, erläutert Hausarzt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Fast jedes Jahr gebe es mehrere tausend Grippetote in Deutschland. Dennoch hielten viele Menschen die Erkrankung für nicht wirklich gefährlich.

Dass so viele Menschen in Deutschland an einer Grippe sterben, müsste nicht sein. Denn gegen die Influenzaviren gibt es eine wirksame und sichere Schutzimpfung. „Die zu¬ge¬las¬se-nen Impfstoffe sind gut verträglich“, betont KVWL-Vorstand Dryden. „Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Und anders als immer wieder befürchtet, kann die Influenza-Imp¬fung auch keine Erkrankung verursachen.“ In seltenen Fällen seien Symptome wie bei einer Erkältung zu beobachten, die aber in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen. Dr. Dryden: „Solche Symptome sind aber gerade ein positives Zeichen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert.“

Vor allem chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahre sowie Schwangere sollten sich gegen Influenza impfen lassen. Bei diesen Bevölkerungsgruppen ist das Risiko größer, dass die Erkrankung schwerwiegende Folgen hat. Auch für medizinisches Personal gilt die besondere Impfempfehlung, weil für diese Gruppe wegen der regelmäßigen engen Patientenkontakte eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Grippeschutzimpfung für alle Versicherten, für die sie empfohlen ist. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für Versicherte, die nicht zu den Risikogruppen zählen.

Die ersten Chargen des diesjährigen Influenza-Impfstoffes sind inzwischen ausgeliefert und in den westfälischen Arztpraxen verfügbar. Neben Hausärzten nehmen auch Kinder- und Jugendärzte sowie Gynäkologen die Grippeschutzimpfungen vor. Da die „Grippewelle“ hierzulande meist nach dem Jahreswechsel auftritt und es etwa 10 bis 14 Tage dauert bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, sind Oktober und November die besten Monate für die Durchführung der Schutzimpfung. Auch eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres ist meist noch sinnvoll.

„Wir Kassenärzte in Westfalen-Lippe raten unseren Patienten zur Grippeschutzimpfung. Durch die Impfung sinkt nicht nur das individuelle Erkrankungsrisiko, sondern es werden auch Personen im engeren Umkreis, die nicht geimpft werden können, geschützt“, betont KVWL-Vorstand Dr. Dryden. Jeder solle mit seinem Arzt über die Grippeschutzimpfung sprechen. „Die Ärztinnen und Ärzte beraten kompetent und individuell.“

 

Pressemitteilung als PDF (36 KB)

Ansprechpartner für die Presse

Jens Flintrop
(Pressesprecher)

0231 94 32 32 66
0231 94 32 31 33

E-Mail

Mona Vosseler
(Stellv. Geschäftsbereichsleitung Kommunikation)

0231 94 32 35 73
0231 94 32 31 33

E-Mail