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Pressemitteilung der Freien Allianz der Länder-KVen

FALK-KVen: Einseitige Bevorzugung der Kliniken ist unerträglich

Berlin, 15. Oktober 2015

Massiven Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung, die Krankenhäuser auf Kosten der niedergelassenen Ärzte zu sanieren, kündigten heute in Berlin die Vorstände der Freien Allianz der Länder-KVen (FALK) an. Sie wenden sich damit gegen die in Regierungskreisen derzeit diskutierten Änderungen am Krankenhausstrukturgesetz, die den Krankenhäusern bei der ambulanten Behandlung von Patienten in den Notaufnahmen deutliche Vergütungszuschläge aus der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung bringen sollen und damit die Regelversorgung nachhaltig schwächen würden.

Aus Sicht der FALK-KVen ist der Paradigmenwechsel von einer funktionierenden und vielerorts gerade neu aufgebauten Bereitschaftsdienststruktur der Vertragsärzte hin zu einer ambulanten Rund-um-Versorgung durch die Kliniken logisch nicht nachvollziehbar und ausschließlich dem aggressiven Lobbyismus der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zuzuschreiben. "Es ist unerträglich, wie gerade die Repräsentanten der großen Klinikkonzerne momentan von der Politik hofiert werden. Wenn künftig wirklich jeder angebliche Notfall in der Klinik per Vorwegabzug durch die Kassenärztlichen Vereinigungen wie von der DKG gefordert mit dem Vierfachen des jetzigen Fallwerts vergütet werden müsste, dann würden nicht nur beim regulären ärztlichen Bereitschaftsdienst rasch die Lichter ausgehen. Dann stünde unser komplettes Gesundheitssystem mit der bewährten Arbeitsteilung von Haus- und Fachärzten in eigenen Praxen sowie den auf schwierige Fälle spezialisierten Ärzten in den Kliniken zur Disposition", so die Vorstände der FALK-KVen. Sie kündigten an, in der kommenden Woche in Berlin mit eigenen Forderungen zur künftigen Gestaltung des Bereitschaftsbeziehungsweise Notfalldienstes in die Öffentlichkeit zu gehen.

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