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Gemeinsame Pressemitteilung der Johanniter-Unfall-Hilfe und der KVWL:
Hausbesuche im Notdienst – Kooperation zwischen der KVWL und der Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich bewährt

Für die Patienten 300-mal um die Erde - Johanniter fahren Kassenärzte im Notfalldienst zwölf Millionen Kilometer in fünf Jahren

10.02.2016

Seit fünf Jahren bereits kooperiert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) beim ärztlichen Bereitschaftsdienst mit der Johanniter-Unfall-Hilfe: Benötigt ein immobiler Patient außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten ambulante medizinische Hilfe, so fährt ein Fahrer der Johanniter den für den Hausbesuch eingeteilten Arzt zum Einsatzort. Dabei legten die Ärzte und Johanniter gemeinsam in den fünf Jahren rund zwölf Millionen Kilometer zurück und besuchten weit mehr als 500.000 Patienten. Dabei sind viele eingespielte Teams entstanden, die sich gegenseitig schätzen und unterstützen. So begleiten die Johanniter die Ärzte auf Wunsch nachts auf ihrem Fußweg zum Patienten und nehmen ihnen einen Teil ihrer organisatorischen Aufgaben ab.

"Damit die Ärzte im Hausbesuchsdienst ausgeruhter beim Patienten ankommen, haben wir uns im Rahmen unserer Notfalldienstreform 2011 entschlossen, die für Hausbesuche eingeteilten Kollegen zu entlasten, indem wir sie mit einem externen Fahrdienst zu ihren Einsätzen fahren", berichtet Dr. med. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL. "Mit der Johanniter-Unfall-Hilfe haben wir schnell einen kompetenten Vertragspartner gefunden: Nahezu unfallfrei, immer freundlich im Ton und vor allem zuverlässig – wir haben die Entscheidung für die Johanniter-Unfall-Hilfe bis heute nicht bereut."

"Durch die Kooperation mit der KVWL konnten wir Johanniter mehr als 300 Arbeitsplätze schaffen. Dabei haben wir bewusst auch älteren Arbeitnehmern eine neue Chance gegeben, die es auf dem Arbeitsmarkt sonst schwer haben. Als christlicher Arbeitgeber liegt uns dieser Aspekt besonders am Herzen", sagt Magnus Memmeler NRW-Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe – und damit sind wir auch prima gefahren!"

Hintergrund: Im Rahmen der ihr vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben hat die KVWL auch für eine ausreichende Notfallversorgung der Bürger außerhalb der Praxisöffnungszeiten zu sorgen und organisiert daher den Notfalldienst bzw. ärztlichen Bereitschaftsdienst niedergelassener Ärzte in Westfalen-Lippe. Zu diesem Zweck betreibt die Körperschaft aktuell 63 allgemeinmedizinische und 19 kinderärztliche Notfalldienstpraxen in Westfalen-Lippe.

Die meisten Notfalldienstpraxen haben eine direkte Krankenhausanbindung. Die Verzahnung mit dem stationären Bereich der Krankenhäuser schafft Synergieeffekte bei der Nutzung von Apparaturen und akuten Notfallbehandlungen. Schwierige Notfälle werden somit unmittelbar in der Klinik versorgt. Im Jahr 2015 sind rund 752.000 Patienten in den KVWL-Notfalldienstpraxen behandelt worden. Für immobile Patienten gibt es darüber hinaus den landesweiten Fahrdienst für Hausbesuche, bei dem die eingeteilten Ärzte wie beschrieben von der Johanniter-Unfallhilfe gefahren werden. Allein im Jahr 2015 sind im ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVWL 83.000 Hausbesuche absolviert worden.

"Das System der von uns betriebenen Notfallpraxen in Verbindung mit dem ergänzenden Fahrdienst hat sich seit unserer Notfalldienstreform 2011 etabliert", sagt KVWL-Vize Nord-mann: "Die Patienten schätzen die zentralen Anlaufstellen im Notfall; die Ärzte profitieren von einer relativ geringen Dienstbelastung."

Der Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ist über die bundesweit einheitliche Bereitschaftsdienstnummer 116117 zu erreichen. Im Jahr 2015 wurde diese Nummer in Westfalen-Lippe circa 421.000 mal gewählt.

Johanniter Unfallhilfe fährt niedergelassene Ärzte im Notfalldienst
Hausbesuche im Notdienst – Kooperation zwischen der KVWL und der Johanniter-Unfall-Hilfe bereits seit fünf Jahren

 

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(Pressesprecher der KVWL)

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