Presse

100-Tage-Bilanz der neuen Terminservicestelle

Die Terminvermittlung über die KVWL funktioniert

Dortmund, 03.05.2016

In den ersten 100 Tagen ihres Bestehens hat die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) allen Anrufern mit einer dringlichen Überweisung einen Facharzttermin innerhalb von vier Wochen vermittelt. „Das zeigt, dass wir die neue gesetzliche Aufgabe vollumfänglich erfüllen“, sagt Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL. „Die Terminvermittlung über die Terminservicestelle funktioniert also.“

Seit dem 23. Januar haben 8.756 Patienten bei der Terminservicestelle der KVWL angerufen. Etwa die Hälfte der Anrufer hatte eine dringliche Überweisung, die per Gesetz die 4-Wochen-Vermittlungsfrist auslöst. Die anderen Anrufer verfügten entweder nicht über die notwendige Überweisung mit Dringlichkeitscode oder hatten allgemeine Fragen zum neuen Serviceangebot. Die meisten Terminanfragen bezogen sich auf Nervenärzte, fachärztliche Internisten (Kardiologen, Endokrinologen, Rheumatologen) und Radiologen. Räumliche Schwerpunkte der Anfragen haben sich noch nicht  herauskristallisiert; die Anrufe kommen ebenso oft aus Ballungszentren wie aus ländlichen Regionen.

Die KVWL führt die 100-prozentige Vermittlungsquote vor allem auf zwei Faktoren zurück

  1. Auf das relativ große Angebot an Facharztterminen im System: Von den rund 6.000 Fachärzten im Landesteil Westfalen-Lippe haben weit mehr als die Hälfte feste Sprechstundenzeiten für die Terminservicestelle reserviert.
  2. Aufdie relativ geringe Nachfrage nach Facharztterminen über die neue Terminvermittlung: Setzt man die rund 4.000 Anrufer mit einer dringlichen Überweisung in Verhältnis zu den mehr als zwei Millionen Überweisungen zu einem Facharzt, die durchschnittlich pro Quartal in Westfalen-Lippe ausgestellt werden, so ergibt sich ein Wert im Promillebereich.

„Die zurückhaltende Nachfrage nach dem neuen Serviceangebot zeigt, dass das Wartezeitenproblem kleiner ist als die Politik es zuweilen darstellt“, betont KVWL-Vorstand Dr. Gerhard Nordmann. „Insbesondere wenn es ernst wird, greift der Hausarzt seit jeher direkt selber zum Telefon und organisiert für seinen Patienten einen zeitnahen Termin bei einem ihm bekannten Facharzt. An dieser bewährten Praxis hat die Einführung der Terminservicestelle zu meiner Erleichterung nichts geändert.“

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