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Ärzte in Westfalen-Lippe appellieren an Patienten: impfen lassen und gesund durch die kalte Jahreszeit kommen!

Nach dem Spätsommer ist vor der Grippesaison: jetzt an die Grippeschutzimpfung denken!

Dortmund, 23. September 2016

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, steht meist auch die saisonale Grippewelle wieder in den Startlöchern. Anders als bei einem grippalen Infekt sind die Beschwerden bei einer echten Grippe (Fachbegriff: Influenza) häufig schwerwiegender: Neben Halsschmerzen und Husten werden die Patienten von plötzlich hohem Fieber und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen geplagt. Das Robert Koch-Institut berichtet, dass es in der Influenza-Saison 2015/2016 geschätzt 4,1 Millionen grippebedingte Arztbesuche und rund 16.000 grippebedingte Krankenhauseinweisungen gab.

"Mit einer frühzeitigen Grippeschutzimpfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch die Mitmenschen, die nicht geimpft werden können. Wenn genug Menschen immun gegen die gefährlichen Grippeviren sind, entsteht ein sogenannter Herdenschutz. Die Viren haben dann keine Chance mehr, sich zu verbreiten", erklärt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts empfiehlt, sich am besten im Oktober oder November impfen zu lassen, da es einige Tage dauert, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Allerdings kann auch eine spätere Impfung noch sinnvoll sein, um sich gegen die häufig zum Jahreswechsel auftretende Grippewelle zu schützen.

"Besonders über 60-jährige, chronisch Kranke, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Schwangere sollten sich impfen lassen. Auch für jene, die von Berufs wegen täglich viel Kontakt mit anderen Menschen haben, wie beispielsweise medizinisches Personal, ist eine Impfung besonders sinnvoll, da hier eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht", erklärt der Allgemeinarzt Dr. Dryden.

Als ausgesprochen problematisch wertet der KVWL-Vorsitzende deshalb die wachsende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung: "Laut Robert Koch-Institut lag die Impfquote unter den Senioren in der Saison 2014/2015 bundesweit bei lediglich 36,7 Prozent. Das ist wirklich besorgniserregend, denn viele Menschen sind sich über die möglichen Konsequenzen einer Influenza nicht im Klaren. Jahr für Jahr verzeichnen wir mehrere tausend Grippetote in Deutschland. Mein Apell lautet deshalb: Lassen Sie sich impfen!"

Für die genannten Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Grippeschutzimpfung. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten jedoch auch für Versicherte, die nicht der Risikogruppe angehören. Versicherte sollten sich deshalb vorab bei ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme bei Grippeschutzimpfungen informieren.

 

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