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Qualität in der Arztpraxis: KV Westfalen-Lippe modernisiert Praxis-Qualitätsmanagementsystem

Praxisnahe Hilfestellung auf der Höhe der Zeit

Dortmund, 03. Dezember 2016

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat heute die neue Version des KVWL-Praxis-Qualitätsmanagementsystems (KPQM) beschlossen. Damit kann das System ab sofort bundesweit von allen interessierten Ärzten und Psychotherapeuten in ihren Praxen und Einrichtungen eingesetzt werden.

Die grundlegenden Charakteristika von KPQM sind dabei unverändert: Das QM-System der KVWL macht die bewährten Standards des Qualitätsmanagements für Kleinbetriebe umsetzbar und ist im Praxisalltag für den Arzt leicht anwendbar.

„Mit unserem neuen KPQM setzen wir schnellstmöglich die am 16. November in Kraft getretene aktualisierte Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses um“, sagte der 1. Vorsitzende der KVWL, Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden. Im neuen KPQM seien durch die G-BA-Richtlinienänderung einige Anforderungen weggefallen, dafür seien andere neu aufgenommen worden. „Um den Aufwand für die Arztpraxen zu minimieren, haben wir unser modernisiertes Qualitätsmanagement-System aber bewusst so aufgebaut, dass alle Anforderungen der neuen G-BA-Richtlinie von den Ärzten und Psychotherapeuten modular umgesetzt werden können“, erläuterte der KV-Vorstandsvorsitzende. Wer mit seiner Praxis bereits das KPQM alter Fassung umsetzt, müsse also nicht bei null anfangen, so Dryden. „Und ebenfalls ganz wichtig: Alle bestehenden Zertifizierungen der Praxen auf Basis des bisherigen KPQM behalten selbstverständlich für ihre individuelle Laufzeit Gültigkeit.“

Seit Inkrafttreten der neuen G-BA-Richtlinie Qualitätsmanagement am 16. November gelten für Praxen und Krankenhäuser einheitliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement. Zuvor gab es je eine Richtlinie für den vertragsärztlichen, den vertragszahnärztlichen und den stationären Bereich. Kern der neuen Richtlinie sind detailliert aufgeführte Methoden und Instrumente als Bestandteile des Qualitätsmanagements, wie beispielsweise der Einsatz von Checklisten und Ablaufplänen oder die Regelung von Verantwortlichkeiten. Diese waren nahezu alle auch bereits in der bisherigen Richtlinie für die vertragsärztliche Versorgung enthalten. Umfassender als in dieser wird das Qualitätsmanagement in der neuen Richtlinie jedoch als wichtiger Ansatz zur Förderung der Patientensicherheit verstanden. Dazu passend werden die Anwendungsbereiche Arzneimitteltherapiesicherheit, Schmerzmanagement und Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen neu aufgenommen und die Anforderungen an das Notfall- und Hygienemanagement präzisiert.

Auch das nach den Vorgaben der G-BA-Richtlinie modernisierte Qualitätsmanagementsystem der KVWL fußt auf den bewährten Kriterien

  • keine Anforderungen über die Richtlinie hinaus
  • einfach zu erlernen
  • einfach umzusetzen
  • kostengünstig
  • von Ärzten für Ärzte entwickelt
  • von Ärzten an Ärzte vermittelt
  • von Ärzten auditiert.

„KPQM ist auf der Höhe der Zeit und bietet seinen Anwendern praxisnahe Hilfestellungen zur effektiven Umsetzung der neuen Qualitätsmanagement-Richtlinie“, so KV-Chef Dryden abschließend. „Wir sind mit unserem System schnell im Angebot von Antworten und Lösungen – genau das, was unsere Mitglieder in ihrem Praxisalltag brauchen.“

 

Pressemitteilung als PDF (30 KB)

Infos zum Qualitätsmanagement KPQM

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Jens Flintrop
(Pressesprecher der KVWL)

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