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FALK zur Führungsspitze des G-BA:

Medizinischer Sachverstand dringend notwendig

 

Berlin, 26. Mai 2017

Die Freie Allianz der Länder-KVen (FALK) hat heute in Freiburg getagt und dabei unter anderem auch über die geplante Neubesetzung der Führungsspitze des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gesprochen.

Zu der Personaldebatte auf Bundesebene erklären die Vorstände der in FALK zusammengeschlossenen KVen: „Die Akzeptanz des G-BA beruht zu einem großen Teil auf der Arbeit seiner drei unparteiischen Mitglieder, also des Vorsitzenden und seiner beiden Stellvertreter. Innerhalb der Ärzteschaft werden Entscheidungen des Spitzengremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung häufig durchaus kritisch gesehen. Gerade aus diesem Grund halten wir es für erforderlich, den ärztlichen Sachverstand in diesem Gremium zu erhalten.

Hinzu kommt, dass viele Entscheidungen des G-BA, beispielsweise zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung oder auch in Sachen Qualitätssicherung in den Praxen, dringend medizinischen Sachverstand benötigen. Eine ausschließliche Besetzung des Führungstrios mit Juristen scheint aus unserer Sicht vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht zu sein. Diese Einschätzung richtet sich in keiner Form gegen die Fähigkeiten und Qualifikationen der bislang als neue Spitze des G-BA gehandelten Personen. Gerade der bisherige Vorsitzende, Professor Josef Hecken, hat sein Know-how wiederholt unter Beweis gestellt. Wir befürchten aber, dass eine rein von juristischem Sachverstand geprägte Entscheidungskompetenz in diesem wichtigen Gremium nicht ausreicht, um die Belange der Ärzte, Psychotherapeuten sowie Patienten gleichermaßen ausgewogen zu berücksichtigen.“

 

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