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Ärzte in Westfalen-Lippe empfehlen: Jetzt gegen Grippe impfen lassen!

Besonders für Ältere und chronisch Kranke ist Grippeschutz wichtig

Dortmund, 21. September 2017

Mit Beginn der kühlen Jahreszeit naht auch die jährliche Grippewelle. Guten Schutz vor einer Erkrankung bietet die Impfung. Besonders ältere, chronisch kranke und immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten sich gegen die Grippe impfen lassen. „Diese Gruppen sind besonders gefährdet, sich mit einem Influenza-Virus anzustecken“, erläutert Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der KVWL. Aber auch Personen, die im Beruf oder in der Freizeit viel Kontakt zu anderen Menschen haben, empfiehlt Allgemeinarzt Dr. Dryden die Grippeschutzimpfung. Es gehe nicht nur um den Individual-, sondern auch um den Kollektivschutz durch die Impfung Einzelner: „Lässt sich der berufstätige Vater impfen, so trägt er die Infektion eben nicht von der Arbeit nach Hause und steckt somit auch nicht seine Frau oder seine Kinder an. Das gilt für jedes Umfeld, auch außerhalb der Familie. Wenn genügend Menschen immun gegen die Grippeviren sind, entsteht ein Herdenschutz – die Viren können sich dann nicht verbreiten.“

Charakteristisch für die echte Grippe ist ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber und typischen Symptomen wie Halsschmerzen, trockenem Husten und heftigen Kopf-, Muskel und/oder Gliederschmerzen. Was viele nicht wissen: An den möglichen Komplikationen einer Grippeerkrankung (z.B. Lungenentzündung) sterben in Deutschland jedes Jahr einige tausend Menschen.

In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle in Deutschland meist im Januar oder Februar; sie kann aber auch früher einsetzen. Um zu Beginn der Grippewelle geschützt zu sein, empfehlen die westfälischen Ärztinnen und Ärzte eine Impfung in den Monaten Oktober und November. Denn nach der Injektion des Grippeimpfstoffs dauert es etwa zwei Wochen bis der Körper genügend Antikörper produziert hat.

Der Grippeimpfstoff ist gut verträglich. Nur gelegentlich kommt es nach einer Impfung zu Rötungen oder einer Schwellung an der Einstichstelle. Zudem enthält die übliche jährliche Grippeimpfung keine vermehrungsfähigen Erreger. Das heißt, sie kann keine Grippeerkrankung hervorrufen. Die verbreitete falsche Annahme, die Impfung könne auch die Erkrankung auslösen, beruht nach Dr. Drydens Erfahrung auf zwei Umständen: „Erstens wird in der Erkältungssaison geimpft. So kann es passieren, dass Geimpfte sich zufällig zeitgleich erkälten und dies auf die Impfung zurückführen. Zweitens können nach einer Impfung harmlose Symptome wie Frösteln oder Müdigkeit auftreten. Diese klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder ab.“

Dr. Wolfgang-Axel Dryden empfiehlt: „Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Grippeschutzimpfung. Er berät Sie gerne und kompetent.“

 

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