Presse

Potenziale, Konzepte, Versorgung:
Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe veröffentlicht 2. Versorgungsbericht

„Uns geht es um mehr als um die bloße Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrags“

Dortmund, 19. Oktober 2017

Die ambulante medizinische Versorgung für die Zukunft weiterentwickeln – das hat sich die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zum Ziel gesetzt. Denn die zunehmende Digitalisierung und der demographische Wandel stellen auch die Medizin und damit die mehr als 14.000 Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe vor neue Herausforderungen, die innovative Lösungen fordern. Wie solche neuen Versorgungsmodelle aussehen können, stellt die KVWL in ihrem nun erschienenen zweiten Versorgungsbericht vor. „Uns geht es um mehr als um die bloße Erfüllung unseres gesetzlichen Auftrags. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern schauen wir über den Tellerrand und schaffen so eine innovative und lebendige Versorgungswelt in Westfalen-Lippe“, sagt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der KVWL.

Der neue Bericht stellt herausragende Projekte und Initiativen der KVWL aus insgesamt zehn Themenfeldern vor. Ein echtes KVWL-Erfolgsmodell ist beispielsweise die Nachwuchskampagne PRAXISSTART: „Der Landarztmangel ist selbstverständlich auch in Westfalen-Lippe ein Thema. Mit PRAXISSTART ist es uns gelungen, die ambulante Versorgung wieder stärker in den Fokus der jungen Ärzte zu rücken.

Wir fördern, unterstützen und beraten unseren Ärztenachwuchs. Das steigende Interesse an unseren Seminaren und Fördermaßnahmen beweist uns, dass wir mit unserer Nachwuchskampagne den richtigen Weg gegangen sind“, fasst Dr. Gerhard Nordmann, 2. Vorsitzender der KVWL, zusammen.

Besonders im Fokus stehen im Versorgungsbericht die Themen Digitalisierung und E-Health. So erprobt die KVWL gemeinsam mit den zahlreichen Praxisnetzen im Landesteil schon seit Jahren erfolgreich Versorgungsmodelle, in denen die IT-Vernetzung eine wichtige Rolle spielt. Ein Beispiel ist die elektronische Arztvisite in Pflegeheimen (elVi): Nach einer erfolgreichen Testphase im ostwestfälischen Bünde wird elVi nun sukzessive auch auf andere Regionen in Westfalen-Lippe ausgeweitet. „Die zunehmende Digitalisierung kann aus meiner Sicht die bürokratische und administrative Arbeitslast in den Praxen deutlich verringern, Medienbrüche verhindern und dabei helfen, die oft noch zu starren Grenzen zwischen Klinik und Praxis zu überwinden. Dadurch haben die Ärzte letzten Endes mehr Zeit für die Versorgung ihrer Patienten“, erklärt KVWL-Vorstandsmitglied Thomas Müller. „Ich freue mich, dass wir als KVWL erfolgreich einen Beitrag dazu leisten, den Prozess der Digitalisierung in der Medizin voranbringen“.

„Wir möchten den bereits hohen Standard der ambulanten medizinischen Versorgung in Westfalen-Lippe festigen und bestehende Entwicklungspotenziale im Sinne der Patientinnen und Patienten nutzen. Wie uns das gelingt, das zeigt der neue Versorgungsbericht“, erläutert Vorstandsvorsitzender Dryden.

Der Versorgungsbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe kann kostenfrei im Internet heruntergeladen werden:

www.kvwl.de/versorgungsbericht (3,50 MB)

 

Pressemitteilung als PDF (35 KB)

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(Pressesprecher der KVWL)

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