Presse

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und des Marienhospitals Bottrop

Neue Portalpraxis am Marienhospital verbessert die Notfallversorgung

Bottrop, 6. Dezember 2017

Volle Notaufnahmen zehren an den Nerven von Patienten und Ärzten. Gefährlich wird es, wenn echte Notfälle nicht schnell genug behandelt werden können, weil Menschen mit Bagatellerkrankungen die Ambulanzen verstopfen. „Gesundheitliche Probleme richten sich nicht nach der Uhrzeit – und ebenso nicht nach den Arbeitszeiten in Arztpraxen. Um Menschen zu helfen, die nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen erkranken und medizinische Hilfe brauchen, gibt es den Notfalldienst der niedergelassenen Ärzte“, erklärt Dr. Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Da viele Patienten aber nicht zwischen den ambulanten und stationären Notfallstrukturen unterscheiden – sei es aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit – gehen die KVWL und das Marienhospital in Bottrop nun neue Wege. Ein gemeinsamer Empfang von ärztlichem Bereitschaftsdienst und Notfallambulanz ermöglicht eine bessere Steuerung der Patienten zwischen den Versorgungsangeboten und verbessert die medizinische Versorgung. Statt wie bisher in einem Nebengebäude, befindet sich die KVWL-Notfalldienstpraxis deshalb nun in unmittelbarer Nähe zur Klinikambulanz. Durch die Einrichtung dieser „Portalpraxis“ erhalten die Patienten eine zentrale Anlaufstelle, bei der sie für jedes gesundheitliche Problem die richtige fachliche Lösung erhalten: „Die gemeinsame Aufnahme im Notfalldienst, die Einteilung der Patienten und die abgestimmte Behandlung sind das Modell der Zukunft“, betont KVWL-Vize Nordmann.

„Ich freue mich, dass wir die Möglichkeiten schaffen konnten, die Notfallpraxis in das Marienhospital zu etablieren, und hoffe, dass wir gemeinsam die Notfallpatienten versorgen können. Wir folgen damit der gesundheitspolitischen Vorstellung, eine Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Leistungsbringern zu fördern“, ergänzt Dr. Ulrike Ellebrecht, Geschäftsführerin des Marienhospitals.

Die KVWL ist für die ausreichende Notfallversorgung der Bürger außerhalb der Praxisöffnungszeiten zuständig. Sie organisiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst niedergelassener Ärzte in Westfalen-Lippe. Menschen, die einen Arzt benötigen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, werden in einer nahegelegenen Notfalldienstpraxis versorgt. Insgesamt betreibt die KVWL derzeit 63 Notfalldienstpraxen in Westfalen-Lippe, von denen 58 eine direkte Krankenhausanbindung haben. Schwierige Notfälle können unmittelbar von der Klinik versorgt werden, leichtere Erkrankungen werden in den Notfalldienstpraxen der KVWL behandelt.

Kann der Patient aus medizinischen Gründen nicht selbst die Notfalldienstpraxis aufsuchen, kommt ein Arzt zu ihm nach Hause. Über die Möglichkeiten eines Hausbesuchs informiert die Arztrufzentrale des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der zentralen Telefonnummer 116117. Wichtig: Menschen, die sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation befinden, wenden sich bitte umgehend an die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112.

Zentrale Notfalldienstpraxis Bottrop
Marienhospital
Josef-Albers-Str. 70
46236 Bottrop

montags, dienstags, donnerstags: 18 bis 22 Uhr
mittwochs und freitags: 13 bis 22 Uhr
samstags, sonntags und feiertags: 8 bis 22 Uhr

 

Pressemitteilung als PDF (73 KB)


Ansprechpartnerin Marienhospital Bottrop

Kerstin Vogel

02041 1 06 30 01

E-Mail

Ansprechpartner für die Presse

Jens Flintrop
(Pressesprecher der KVWL)

0231 94 32 32 66
0231 94 32 31 33

E-Mail