Presse

Bürger fragen – Experten antworten KVWL-Sprechstunde
zum Thema Angst und Panik

Wenn die Angst zum täglichen Begleiter wird

Dortmund, 29. Januar 2018

Viele kennen das: Beim Gedanken an die bevorstehende Flugreise macht sich ein mulmiges Gefühl breit, die Spinne im Schlafzimmer verursacht Schweißausbrüche und beim Blick in die Tiefe bekommt man Herzrasen. Ängste gehören zu unserem täglichen Leben, sie sind unsere natürliche Reaktion auf mögliche Gefahren und mahnen uns, vorsichtig zu sein. Problematisch wird es jedoch, wenn Ängste beginnen unseren Alltag zu beherrschen: "Wenn die Angst permanent da ist und sich nicht mehr auf eine vermeintliche Gefahr beschränkt, sollte man aufmerksam werden", erklärt Dr. Wolfgang-Axel Dryden, erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Denn übersteigerte, krankhafte Angst belastet Menschen sowohl psychisch als auch körperlich und kann sie in ihrer Handlungsfähigkeit lähmen. "Viele Menschen leiden in unserer zunehmend unsicheren Welt unter Angst und Panik. Betroffene sollten sich deshalb frühzeitig professionelle Hilfe suchen, um den Ursachen für die Beschwerden auf den Grund zu gehen", betont der KVWL-Vorsitzende.

Angst- und Panikstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen für übersteigerte Angst können unterschiedlich sein: Belastende Ereignisse wie der Tod eines nahen Verwandten oder traumatische Erlebnisse gelten ebenso als Auslöser für Angststörungen wie eine genetische Prädisposition. "Je früher eine Angst- oder Panikstörung erkannt wird, desto besser ist die Heilungschance", berichtet der Allgemeinmediziner Dryden.

In der KVWL-Sprechstunde am 6. Februar erfahren die Teilnehmer, wie die ärztliche Abklärung bei Angst und Panik erfolgt, welche Anzeichen auf eine andere Erkrankung hindeuten und welche Behandlungsmöglichkeiten Betroffene haben. Die Teilnehmer erhalten auch die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Als Referenten sind eingeladen Dr. med. Katrin Smektala (ärztliche Psychotherapeutin aus Lünen), Silke Vömel (Allgemeinmedizinerin aus Dortmund) sowie Mitglieder der Selbsthilfegruppe "Leben…ohne Angst und Panik".

Die KVWL-Sprechstunde „…Angst und Panik“ findet statt am

Dienstag, 6. Februar 2018, von 18 bis 20 Uhr
im Ärztehaus Dortmund, Robert-Schimrigk-Str. 4-6.

Hinweis: Einige Navigations-System-Versionen enthalten die „Robert-Schimrigk-Straße“ nicht. Geben Sie in diesem Fall bitte die „Karl-Liebknecht-Straße“ als Ziel ein.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung bietet die Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten in Westfalen-Lippe (KOSA) der KVWL auf unserer Homepage unter www.kvwl.de/kosa. Gegründet wurde die KOSA, um die Kooperation zwischen Ärzten, Psychotherapeuten und Selbsthilfegruppen zu stärken und so die ambulante Versorgung in Westfalen-Lippe weiter zu verbessern.

 

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