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Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und des Klinikums Bielefeld Mitte

Ärztlicher Bereitschaftsdienst am Klinikum Bielefeld Mitte
zieht um

Bielefeld, 04. Juni 2018

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Klinikum Bielefeld Mitte ist ab Montag, 4. Juni, in neuen Räumen anzutreffen: Patienten, die außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten einen niedergelassenen Arzt benötigen, finden die KVWL-Notfalldienstpraxis dann im Hauptgebäude des Klinikums. „Die KV Westfalen-Lippe organisiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst niedergelassener Ärzte in Westfalen-Lippe. Leider unterscheiden viele Patienten nicht zwischen ambulanten und stationären Notfallstrukturen, sodass immer wieder Patienten mit leichteren Erkrankungen die Wartezimmer der Klinik-Notaufnahmen blockieren, die für echte Notfälle reserviert sind“, erklärt Dr. Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. „Um die medizinische Versorgung im Sinne der Patienten hier zu verbessern, haben wir uns gemeinsam mit dem Klinikum Bielefeld Mitte für eine engere Zusammenarbeit von Notfalldienstpraxis und Notaufnahme eingesetzt. Wir übernehmen die Verantwortung für die Notfallversorgung nicht in Konkurrenz, sondern in Kooperation“, macht Nordmann deutlich.

Ab dem 4. Juni wird der ärztliche Bereitschaftsdienst deshalb der Klinik-Notaufnahme räumlich vorgelagert sein und für die Patienten als erste Anlaufstelle fungieren. Während akute Notfälle unmittelbar an die Notaufnahme weitergeleitet werden, versorgt der ärztliche Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte Patienten mit nicht-lebensbedrohlichen Beschwerden in der Notfallpraxis. „Ich freue mich über die enge Kooperation zwischen der KVWL und dem Klinikum Bielefeld Mitte. Gemeinsam können wir die Notfallversorgung an diesem Standort noch besser machen“, erklärt Dr. Hermann Brune, Leiter der Bezirksstelle der KVWL in Bielefeld.

„Wir erhoffen uns von dem gemeinsamen Projekt eine bessere Steuerung der Patientenströme, damit sich unsere spezialisierten Fachkräfte in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Mitte auf die echten Notfälle konzentrieren können! Wir freuen uns über das gemeinsame Projekt“, so Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld zur Neustrukturierung der Notfallversorgung. „Durch den „Tresen“ des ärztlichen Bereitschaftsdienstes direkt neben unserer Notaufnahme können die Patientinnen und Patienten schneller zugeordnet und Wartezeiten verkürzt werden.

„Das hilft oftmals die Situation der Wartenden zu entspannen“, betont Dr. med. Alina Dahmen, Leiterin der Medizinischen Unternehmensentwicklung am Klinikum Bielefeld. „Viele Menschen suchen heute mit gesundheitlichen Problemen die Notaufnahmen von Krankenhäusern auf, die in ärztlichen Bereitschaftsdienst besser aufgehoben wären. Wir erhoffen uns auch eine Entlastung unserer Notaufnahme“, schließt Klinikum Geschäftsführer Ackermann sein Statement.

Die KVWL ist für die ausreichende Notfallversorgung der Bürger außerhalb der Praxisöffnungszeiten zuständig. Insgesamt betreibt die KVWL derzeit 63 Notfalldienstpraxen in Westfalen-Lippe, von denen 58 eine direkte Krankenhausanbindung haben. Schwierige Notfälle können unmittelbar von der Klinik versorgt werden, leichtere Erkrankungen werden in den Notfalldienstpraxen der KVWL behandelt.

Kann der Patient aus medizinischen Gründen nicht selbst die Notfalldienstpraxis aufsuchen, kommt ein Arzt zu ihm nach Hause. Über die Möglichkeiten eines Hausbesuchs informiert die Arztrufzentrale des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der zentralen Telefonnummer 116117. Wichtig: Menschen, die sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation befinden, wenden sich bitte umgehend an die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112.

 

Zentrale Notfalldienstpraxis Bielefeld
Klinikum Mitte
Teutoburger Straße 50
33604 Bielefeld

mo, di, do: 19 bis 22 Uhr
mi, fr: 16 bis 22 Uhr
sa, so, feiertags:  9 bis 22 Uhr

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