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Ärzte in Westfalen-Lippe raten zur Grippeschutzimpfung

Wer sich jetzt impfen lässt, ist zur Grippesaison geschützt

Dortmund, 02.10.2018

Die Nase läuft, der Hals wird dick, Kopf und Glieder schmerzen. Einen normalen grippalen Infekt kennt jeder – eine „echte“ Grippe, die saisonale Influenza, zum Glück nicht. Zwar sind ihre Symptome zunächst ähnlich, die Erkrankung verläuft aber dann deutlich schwerwiegender: Hohes Fieber, heftige Schmerzen und lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung sind möglich. An solchen Komplikationen sterben jedes Jahr in Deutschland mehrere tausend Menschen.

„Guten Schutz gegen die saisonale Influenza bietet die Grippeschutzimpfung“, betont Dr. Wolfgang-Axel Dryden, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Besonders ältere, chronisch kranke und immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten sich rechtzeitig gegen Grippe impfen lassen. Denn: „Mit keiner anderen Impfung lassen sich so viele Menschenleben retten.“

In der Regel beginnt die Grippewelle in Deutschland meist im Januar oder Februar. In der Grippesaison 2017/2018, die besonders schwer verlief, häuften sich die Influenzafälle in März und April. „Wir empfehlen eine Impfung in den Monaten Oktober und November“, sagt Hausarzt Dr. Dryden. „Nach der Injektion dauert es etwa 2 – 3 Wochen bis der Körper genügend Antikörper gebildet hat.“

In dieser Grippe-Saison kommt erstmals regelhaft ein Vierfach-Impfstoff für alle Versicherten zum Einsatz; also ein Impfstoff, der gegen vier Influenza-Virustypen schützt. Auch dieser Grippeimpfstoff ist gut verträglich. Gelegentlich kann es nach der Impfung zu Rötungen oder einer Schwellung an der Einstichstelle kommen. In seltenen Fällen treten Symptome wie bei einer Erkältung auf, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen. „Diese sind aber letztlich ein positives Zeichen, weil sie zeigen, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert“, erläutert Dr. Dryden.

Für Personen, die bei einer Infektion mit den Grippevieren ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben – dazu zählen Personen über 60 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke und Personen mit einem geschwächten Immunsystem – übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Grippeschutzimpfung. Einige Kassen übernehmen die Kosten jedoch auch für Versicherte, die nicht der Risikogruppe angehören. Versicherte sollten sich deshalb vorab bei ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme bei Grippeschutzimpfungen informieren.

„Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Grippeimpfung“, empfiehlt Dr. Dryden. „Er berät Sie gerne, ob eine Impfung bei Ihnen sinnvoll ist.“

 

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