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KVWL leistet Widerstand gegen das Bundesversicherungsamt

„Wenn es nach dem BVA geht, soll unser Einsatz für zukunftsfähige Versorgungsmodelle zunichte gemacht werden!“

Dortmund, 10.01.2019

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erhebt Klage gegen das Bundesversicherungsamt (BVA) und schließt sich damit den anderen Kassenärztlichen Vereinigungen an. Wie das BVA in einem Rundschreiben an die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen September verkündet hat, strebt es künftig eine restriktive Auffassung der regionalen Verhandlungskompetenz im Rahmen der Honorarvereinbarungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen an.

„Die KVWL wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen dieses Vorhaben“, erklärt Dr. Gerhard Nordmann, 1. Vorsitzender der KVWL. Diese vom BVA verlangte strikte Beachtung der Vorgaben des § 87 a SGB V sowie die ebenfalls geforderte kleinteilige Begründung jeglicher Vereinbarungen, die im Zuge der Verhandlungen zur Gesamtvergütung geschlossen werden, konterkariert in hohem Maße die regionalen Verhandlungsspielräume, welche die KVWL und die gesetzlichen Krankenkassen in den vergangenen Jahren in gegenseitigem Einverständnis genutzt haben, um innovative Versorgungsmodelle umsetzen zu können sowie die ambulante ärztliche Versorgung durch individuelle Lösungen zu verbessern und zu sichern.

„Diese von uns sehr ernst genommene Gestaltungskompetenz in der ambulanten Versorgung möchten wir auch weiterhin – gemeinsam mit unseren Vertragspartnern – wahrnehmen können. Es kann nicht sein, dass eine Bundesbehörde die Kassenärztlichen Vereinigungen als Teil der ärztlichen Selbstverwaltung offensichtlich daran hindern möchte, sich weiterhin für eine innovative und zukunftsfähige ärztliche Versorgung einzusetzen!“, betont Dr. Nordmann.

 

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(Pressesprecherin der KVWL)

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