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Drei Millionen Euro für die Förderung der ambulanten Versorgung in Westfalen-Lippe

Dortmund, 10.02.2020

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat im Jahr 2019 Fördermaßnahmen in Höhe von rund drei Millionen Euro bewilligt, um junge Ärzte für die ambulante Versorgung zu gewinnen. „Wir brauchen dringend ärztlichen Nachwuchs, damit wir die ambulante Versorgung in unserer Region auch in zehn oder zwanzig Jahren sicherstellen können. Unsere finanziellen Anreize erleichtern jungen Ärztinnen und Ärzten den Einstieg in den Praxisalltag“, erklärt Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender der KVWL.

Zu den Fördermaßnahmen zählen beispielsweise Praxisdarlehen oder Umsatzgarantien für Ärzte, die sich in einer von Praxisschließungen bedrohten Gemeinde für eine Niederlassung oder Anstellung entscheiden. Diese Kommunen werden auf dem KVWL-Förderverzeichnis geführt, einer Art Frühwarnsystem, mit dem drohende regionale Versorgungsengpässe aufgezeigt werden.

Darüber hinaus beteiligt sich die KVWL auch an den Förderungen im Rahmen des sogenannten Quereinsteigerprogramms. Das Förderprogramm wurde 2018 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS), den Kassenärztlichen Vereinigungen, den gesetzlichen Krankenkassen und den Ärztekammern aus Nordrhein-Westfalen im „Konsenspapier zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung“ beschlossen. Ziel ist es, Ärzte aus anderen Fachgebieten für eine Weiterbildung im Bereich Allgemeinmedizin zu motivieren und sie auf diese Weise für die dringend benötigte hausärztliche Versorgung zu gewinnen. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 71 Ärzte im Bereich Westfalen-Lippe über das Quereinsteigerprogramm gefördert.

„Durch unsere Fördermaßnahmen ist es uns bereits gelungen, Nachwuchsmediziner für die Arbeit in der Praxis zu interessieren. Aber Geld ist nicht alles: Auch die örtliche Infrastruktur muss stimmen, wenn junge Ärztinnen und Ärzte den Weg in die ambulante Versorgung finden sollen“, betont Dr. Spelmeyer. Hierzu zählen z.B. Praxisräume, Kinderbetreuungsangebote, Jobperspektiven für Familienangehörige oder die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Die Fördermaßnahmen werden aus dem Strukturfonds finanziert, den die KVWL 2015 zur Förderung von Sicherstellungsmaßnahmen in Westfalen-Lippe eingerichtet hat. Der Fonds wird von KVWL und Krankenkassen zu gleichen Teilen getragen.

Ausführliche Informationen zur ambulanten Versorgung und zur Tätigkeit in der Praxis finden niederlassungsinteressierte Ärzte auf der Website der KVWL-Nachwuchskampagne PRAXISSTART unter

 

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Vanessa Pudlo
(Pressesprecherin der KVWL)

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