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COVID-19-Behandlungszentrum der KVWL in Bochum:
Ressourcen sparen, Praxen entlasten

Dortmund, 26.03.2020

Am Freitag, 27. März 2020, wird im COVID-19-Behandlungszentrum in Bochum die Arbeit aufgenommen. Das Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Harpener Feld 28 in 44805 Bochum soll die ambulante Versorgungsebene mit der Zielsetzung ergänzen, mit COVID-19 infizierte Menschen bzw. möglicherweise Infizierte aus den Praxen der niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte herauszuhalten und so mögliche Ansteckungsrisiken weiter zu minimieren.

Dr. Eckhard Kampe, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Bochum / Hagen, dazu: „Den Zugang zum COVID-19-Behandlungszentrum gewähren weiterhin vordringlich die Haus- und Fachärzte vor Ort. Sie sollen via Telefon- bzw. Videosprechstunde die Personen identifizieren, die per Fax zur weiteren Behandlung im COVID-19-Behandlungszentrum angemeldet werden können. Der Zugang erfolgt darüber hinaus auf Zuweisung durch das Gesundheitsamt, den ärztlichen Notfalldienst und die Krankenhausambulanzen. Nach der Fax-Anmeldung erhalten die Patienten einen zeitnahen Termin per SMS oder Telefonanruf.“

Folgende Personen werden im COVID-19-Behandlungszentrum versorgt:

  • Corona-Infizierte, die nicht die Haus-und Facharztpraxen aufsuchen sollen
  • in Quarantäne befindliche Personen, die Symptome entwickeln und
  • Menschen, die Kontakt zu COVID-19-positiven Patienten hatten, symptomatisch werden und eine vorgeschaltete Testung auf Grund der Schwere der geschilderten Problematik nicht sinnvoll erscheint

Dr. Eckhard Kampe: „Im Behandlungszentrum sollen dann – analog zur Versorgung im Notfalldienst – die Schwere der Infektion und der Behandlungsbedarf möglicher Begleiterkrankungen eingeschätzt werden. Die Ausstellung von Rezepten und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) oder die stationäre Einweisung gehören zu den ärztlichen Aufgaben.“

Die Möglichkeiten der Diagnostik (DRIVE-IN in Bochum bzw. Eigenabstrich durch den Patienten ohne Kontakt) sollen aber auch weiterhin intensiv genutzt werden, um das COVID-19-Behandlungszentrum nicht über Gebühr zu belasten. „Wir hoffen, mit diesem Modell eine ressourcensparende Lösung gefunden zu haben – eine Filterung über die städtische Corona-Hotline, unterstützt durch KV-Ärzte, findet ohnehin weiter statt“, betont der KVWL-Bezirksstellenleiter.

Dr. med. Eckhard Kampe, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Bochum / Hagen
Dr. med. Eckhard Kampe, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Bochum / Hagen
Quelle: KVWL

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(Pressesprecherin der KVWL)

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