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Gemeinsam gegen das Coronavirus:
KVWL und BVB richten neues Behandlungszentrum in Dortmund ein

Dortmund, 03.04.2020

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und Borussia Dortmund stellen sich gemeinsam auf gegen das Coronavirus. Die Nordtribüne im SIGNAL IDUNA PARK ist an normalen Samstagen zum gängigen Spielbeginn bis auf den letzten Platz voll mit Fußballfans. Normal ist aktuell angesichts der Corona-Pandemie aber nichts mehr. Öffnen wird der BVB die Nordtribüne nun dennoch – und zwar für das zweite Dortmunder Corona-Behandlungszentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Um im Sportjargon zu bleiben: Anpfiff für das Zentrum ist am morgigen Samstag, 4. April, um 12 Uhr.

„Klar, der Gedanke ist erst einmal ungewöhnlich – mit Fieber und Atemwegsbeschwerden ins Stadion zur Untersuchung. Aber tatsächlich haben wir hier die optimalen Bedingungen: viel Platz und eine gute Infrastruktur. Wir haben uns deshalb sehr über das Angebot und die Hilfe des BVB gefreut“, erklärt Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender der KVWL. Vor rund zwei Wochen ist bereits das erste Dortmunder Corona-Behandlungszentrum am Klinikum Nord an den Start gegangen. „Der Patientenzulauf dort ist immens – bereits nach einer Woche haben wir mehr als 1.000 Patienten versorgt. Die Kollegen leisten wirklich hervorragende Arbeit, aber wir haben gemerkt, dass wir unsere Kapazitäten dringend erweitern müssen“, betonen auch Dr. Volker Schrage, 2. Vorsitzender der KVWL und Thomas Müller, KVWL-Vorstandsmitglied. Insgesamt wurden in den ersten zwei Wochen seit Eröffnung des Corona-Behandlungszentrums am Klinikum Nord rund 2.500 Patienten behandelt. Mit dem neuen Zentrum am Dortmunder SIGNAL IDUNA PARK wird es nun eine zweite Anlaufstelle für die Patienten geben.“

„Unser Stadion ist das Aushängeschild der Stadt, für fast jeden in Dortmund und Umgebung ein Fixpunkt und durch seine technischen, infrastrukturellen und räumlichen Bedingungen der ideale Ort, um gerade jetzt Menschen aktiv zu helfen, die potenziell vom Corona-Virus infiziert sind bzw. über entsprechende Beschwerden wie Atemwegserkrankungen und Fieber klagen. Es ist unsere Pflicht und unser Wunsch, alles in unserer Macht stehende dafür zu tun, dass diesen Menschen geholfen wird. In der KVWL haben wir einen perfekten Partner an unserer Seite, um diesen Kampf erfolgreich zu führen“, betonen Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund) und Carsten Cramer (Geschäftsführer von Borussia Dortmund).

Das Corona-Behandlungszentrum am SIGNAL IDUNA PARK ist bereits das 17. Zentrum dieser Art, das die KVWL – neben insgesamt 36 Diagnosezentren, in denen vor allem Testungen vorgenommen werden – in den vergangenen zwei Wochen im Landesteil Westfalen-Lippe eingerichtet hat.

Das Behandlungszentrum ergänzt die bestehende hausärztliche Versorgung (hier ist der Hausarzt auch weiterhin der erste Ansprechpartner), um Coronavirus-Verdachtsfälle sowie Patienten mit entsprechenden Beschwerden wie z.B. Atemwegsbeschwerden oder Fieber außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärzte qualifiziert zu versorgen. Gleichzeitig können so mögliche Infektionsketten unterbrochen werden, weil Kontakte zu anderen Patienten, Ärzten und Praxispersonal in den einzelnen Arztpraxen vermieden werden. In dem Zentrum wird die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt und entschieden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso sollen die Patienten dort notwendige Rezepte für ihre Medikamente und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) erhalten.

Die ambulanten neuen Behandlungsstrukturen im SIGNAL IDUNA PARK richten sich ausschließlich an diejenigen Patienten, die einen Verdacht auf eine COVID-19-Infektion sowie behandlungsbedürftige Beschwerden aufweisen.

Das Corona-Behandlungszentrum am Dortmunder SIGNAL IDUNA PARK befindet sich auf der vierten Etage der Nordtribüne. Der Zugang erfolgt – optisch für jedermann gut ausgeschildert – über den Vorplatz des Stadions. Dort, direkt an der Strobelallee, werden auch Parkplätze zur Verfügung stehen. Das Behandlungszentrum wird täglich von 12 bis 16 Uhr geöffnet sein, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Die KVWL dankt Borussia Dortmund und der Stadt Dortmund für ihre Unterstützung beim Kampf gegen das Coronavirus im Dortmunder Stadtgebiet.

Foto des Corona-Behandlungszentrums im Signal Iduna Park, Dortmund
von links nach rechts: Thomas Müller (KVWL-Vorstandsmitglied), Carsten Cramer (Geschäftsführer von Borussia Dortmund), Dr. Volker Schrage (2. Vorsitzender der KVWL), Dr. Dirk Spelmeyer (1. Vorsitzender der KVWL)
Quelle: BVB Dortmund

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(Pressesprecherin der KVWL)

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