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Ein weiterer Schritt zurück zur Normalität:
Corona-Behandlungszentren in Olpe, Siegen und Lüdenscheid können schließen

Dortmund, den 19.05.2020

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Anfang April in Olpe, Siegen und Lüdenscheid Behandlungszentren für Patienten eingerichtet, die positiv auf Corona getestet wurden bzw. einen dringenden Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion hatten. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) übernahm die komplette Ausstattung der „Corona-Praxen“, die Räumlichkeiten wurden vor Ort durch die Kreise und Städte zur Verfügung gestellt. Abstriche erfolgen in allen drei Kreisen zentral durch das Gesundheitsamt. Jetzt können die Corona-Behandlungszentren in Olpe, Siegen und Lüdenscheid am 20.05.2020 schließen.

Rückgang der Behandlungszahlen

„Glücklicherweise können wir einen deutlichen Rückgang der Behandlungszahlen in den Corona-Behandlungszentren in Olpe, Siegen und Lüdenscheid feststellen, ein Zeichen für einen weiteren Schritt zurück zur Normalität“, erklärt Stefan Spieren, Hausarzt und Leiter der Behandlungszentren. Spierens Erklärung deckt sich mit den rückläufigen Infektionszahlen der Kreise. „Zudem steht mittlerweile ausreichend Schutzausrüstung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bei der KVWL zur Verfügung, so dass die Patienten auch in den Praxen behandelt werden können. Der Kreis Olpe hat unlängst sogar 5.000 FFP2-Masken für die Praxen zur Verfügung gestellt“, so Martin Junker, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Lüdenscheid.

Blick hinter die Kulissen

In Olpe, Siegen und Lüdenscheid war von Beginn an eine telefonische Voranmeldung für die Corona-Behandlungszentren erforderlich. Die sogenannte Priorisierung übernahm eine speziell geschulte Medizinische Fachangestellte mit engen Kontakt zum Leiter der Corona-Behandlungszentren. Melanie Klötsch, eigentlich tätig in der Arztpraxis Spieren & Kollegen, ist die Stimme am Telefon. Frau Klötsch ist für die Einschätzung der Dringlichkeit, die Zuteilung und vor allem für viele Erklärungen und Unterstützung bei Fragen der Corona-Patienten da. „Die Angst der Patienten war anfangs sehr groß, dass sie aufgrund der Corona-Infektion nicht behandelt werden, da waren die Behandlungszentren eine große Hilfe. Es haben auch viele angerufen, denen wir mit einem Rat am Telefon schon helfen konnten“, schildert Melanie Klötsch. Das ist sicherlich verständlich, da die Situation für viele Patienten zu Beginn sehr unübersichtlich war. „Jetzt, wo wir in Richtung Normalität gehen, wird es einfacher für uns alle. Auch, wenn es eine andere Normalität ist“, so Spieren.

Telefonnummern und Internetseiten bleiben vorerst

Die für die Behandlungszentren gesondert eingerichteten Telefonnummern in den drei Kreisen bleiben vorerst geschaltet, auch wenn die Behandlungszentren schließen. „Damit werden die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen und die Gesundheitsämter vor Ort noch weiterhin entlastet und wir können zügig reagieren - falls die Anruferzahlen wieder zunehmen kann das ein indirekter Hinweis sein“, so Junker. Dem stimmt auch Melanie Klötsch zu: „Für die Menschen ist das aktuell noch wichtig und eine gute Stütze, wir erklären gerne, wie und wo sie behandelt werden“.

Positive Resonanz und Dank

Die Resonanz auf die Behandlungszentren in Olpe, Siegen und Lüdenscheid war gleichermaßen gut – sowohl aus Sicht der Patienten, als auch aus Sicht der dort tätigen Ärzte. Neben Hausärzten aus der Umgebung haben auch Ärzte im Ruhestand die Behandlung übernommen. „Bei den Ärztinnen und Ärzte und den Medizinischen Fachangestellten, die in den drei Behandlungszentren tätig waren, möchte ich mich als Leiter ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken. Insbesondere für die Flexibilität und auch kurzfristige Dienstübernahme“, betont Spieren. Auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsämtern war unproblematisch und immer im Sinne einer unkomplizierten Lösung für die Bevölkerung ausgelegt. Frühzeitig hatte Martin Junker in seiner Funktion als KVWL-Bezirksstellenleiter für die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und den Märkischer Kreis alle Beteiligten an einen Tisch gebeten, um ein stimmiges Konzept für die Bevölkerung im Rahmen der Corona-Pandemie zwischen Ärztinnen und Ärzte in den Praxen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst zu vereinbaren. „Mit Erfolg, die frühen Absprachen haben zu einheitlichen und einfachen Regelungen für alle Beteiligten geführt“, so Junker.

Mit Schwierigkeiten beim sogenannte Rückzug der Corona-Behandlungszentren rechnet der Leiter Stefan Spieren nicht, „denn wir haben ja noch die Telefonnummern und die Internetseiten, die vorerst weiter wie bisher zur Verfügung stehen. Die Praxisausstattung der Behandlungszentren wird für den Fall der Fälle eingelagert und steht bei einem erneuten Ausbruch umgehend zur Verfügung. Die Logistik haben wir.“

Beschreibung des Bildes
Medizinische Fachangestellte Melanie Klötsch
Quelle: KVWL

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